Manchmal fehlt nur das Glück Ein Sieg der Sportfreunde Lotte wäre verdient gewesen

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Lotte. Ein Punkt gegen den Karlsruher SC. Damit konnten die Sportfreunde Lotte eigentlich zufrieden sein. Doch es war mehr drin und so waren letztlich nicht alle einverstanden mit dem 1:1.

Auf einen Sieg hatte Dirk Mohr gehofft. Der 45-jährige Grevener leitet die VR-Bank in Lotte und ist begeisterter Sportfreunde-Fan.

Herr Mohr, es gab ein Remis gegen einen Aufstiegsaspiranten – wie fällt Ihr Fazit aus?

Es war ein gutes Spiel. Besonders in der ersten Halbzeit gab es viele Torchancen. Schon nach zwei Minuten hätte Lotte in Führung gehen können. Das 1:0 durch Lindner war verdient und von Karlsruhe hat man bis zum 1:1 wenig gesehen. Nur hätte Lotte mal vorher das zweite Tor gemacht. Das gesamte Spiel gesehen war das eine hundertprozentige Steigerung im Vergleich zum Spiel in Unterhaching. Lotte hat gespielt, als wenn man im oberen statt im unteren Tabellenmittelfeld stehen würde.

Karlsruhe ist seit 16 Spielen ungeschlagen. Überrascht Sie das auch etwas angesichts des Auftritts in Lotte?

Also ich muss ehrlich sagen, dass die Fans des KSC mit ihrer Anfeuerung wesentlich aktiver waren als die Spieler auf dem Feld. Aber es stimmt: Für eine Mannschaft, die zuvor seit 15 Spielen in Folge nicht verloren hatte, hätte da mehr kommen können.

Es galt, vier gesperrte Spieler zu ersetzen. Wie ist das gelungen?

Erstaunlich gut, finde ich. Die Leute, die neu in die Mannschaft reingekommen sind, konnten die gesperrten Stammspieler hervorragend ersetzen. Auch Torhüter David Buchholz hat mir gefallen. Gegen Unterhaching war er noch etwas wackelig, aber gegen den KSC war er eine richtig gute Stütze. Ich bin gespannt, ob Trainer Golombek in Wehen wieder personell durchwechselt.

Weiterlesen: Alles über die Sportfreunde Lotte lesen Sie hier.

Mindestens vier Siege sind für den Klassenerhalt noch nötig. Oder was meinen Sie?

Das könnte reichen. Als Lotte zu Saisonbeginn im Keller stand, dachte ich schon, dass es typisch ist für das zweite Jahr als Aufsteiger und man leicht untergehen könnte. Dann aber wurden mehr Punkte geholt und aktuell muss ich sagen, dass vor allem die letzten Spiele richtig gut waren. Gegen Osnabrück und auch Karlsruhe hätte man gewinnen müssen, aber im Sport geht es eben nicht immer um verdient oder unverdient. Mit etwas mehr Glück hätte man noch mehr Punkte holen können.

Letzte Woche waren Sie auswärts in Unterhaching dabei. Erzählen Sie mal.

Wir sind mit vier Kumpels am vorletzten Samstagmorgen nach München geflogen und haben uns nachmittags das Spiel in Unterhaching angesehen, was ja nicht toll war. Abends sind wir mit unserer Herrenrunde im Augustinerkeller eingekehrt und Sonntagnachmittag ging es wieder zurück zum FMO. Trotz der Niederlage hat sich die Reise gelohnt.

Interessant ist, dass Sie vom Preußen Münster- zum SF Lotte-Fan umgeschult haben. Was war da los?

Stimmt, früher war ich Preußen Münster-Fan. Aber das war auch eher oberflächlich und nicht so intensiv. Weil sich Münster aber überhaupt nicht weiter entwickelt, habe ich mich dann Richtung Lotte umorientiert. Hier gefällt es mir sportlich besser und das Stadion ist auch bei Weitem schöner.

Die 3. Liga durchläuft gerade eine englische Woche. Was erwarten Sie von den Spielen am Dienstag bei Wehen Wiesbaden und am Samstag gegen Fortuna Köln?

Das sind zwei schwere Spiele gegen Mannschaften, die beide noch auf den dritten Platz schielen. Mit der Leistung, die Lotte in den letzten Spielen so gebracht hat, könnte auch in Wehen ein Unentschieden möglich sein. Gegen Köln wäre dann ein Sieg schön.


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