Alte Apfelsorten und Insektenschutz Erster Lotter Gartenmarkt im April

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Spaß muss sein: Mit ihrer gestellten Apfelernte bei frostigen Temperaturen machen Ulrich Harhues (von links), Marc-Philipp Nikolay, Ursula Wilm-Chemnitz und Wolfgang Israel auf den für April geplanten Gartenmarkt rund um Haus Hehwerth aufmerksam. Foto: Ursula HoltgreweSpaß muss sein: Mit ihrer gestellten Apfelernte bei frostigen Temperaturen machen Ulrich Harhues (von links), Marc-Philipp Nikolay, Ursula Wilm-Chemnitz und Wolfgang Israel auf den für April geplanten Gartenmarkt rund um Haus Hehwerth aufmerksam. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Während „Hartmut“ derzeit für eisige Temperaturen sorgt, machen sich einige Lotter warme Gedanken und bereiten den ersten Lotter Gartenmarkt am Samstag, 7. April, 11 bis 16 Uhr vor.

Ein Schwerpunkt ist das Thema „Alte Apfelsorten“. Der Gartenmarkt soll dazu motivieren, sich eine oder zwei historische Sorten in den Garten zu pflanzen – ein klares Statement zum Erhalt dieser alten, heimischen Obstsorten, denn leider sind sie in Supermärkten nicht zu finden und auch immer seltener auf Wochenmärkten.

Alte regionale Apfelsorten

In Lotter Gärten soll es alte Sorten wieder vermehrt geben. Zu den historischen regionalen Apfelsorten gehören beispielsweise die Bieterfelder Goldrenette, Goldparmäne, Schmerfente oder Münsterländer Borsdorfer. Den Preis von maximal zwei Bäumen je Käufer bezuschussen die Bürgerstiftung Lotte und die Verwaltung mit je 10 Euro. Anträge sind bereits von der Lotter Gemeindehomepage ( www.gemeinde-lotte.de, Aktuelles, Stichwort „100 Obstbäume für Lotte“) herunterzuladen. „Wichtig ist es, den Kaufbeleg an den Antrag zu heften“, betont die Umweltbeauftragte. Die Abrechnung erfolgt über die Gemeinde. „Bis zum 1. November 2018 sollte die Aktion abgeschlossen sein“, ergänzt der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende Ulrich Harhues.

„Obstbaumpapst“ Georg Fels

Informationen und Obstbäume gibt es am Gartentag bei lokalen und regionalen Fachleuten. „Wir haben den Obstbaumpapst Georg Fels aus Westerkappeln gewinnen können, mitzumachen. Er zeigt an den Apfelbäumen vorm Haus Hehwerth, wie ein fachgerechter Schnitt ausgeführt werden sollte. Auch bietet er alte Obstbaumsorten an“, erklärt Ursula Wilm-Chemnitz.

Der andere Schwerpunkt beim Gartenmarkt ist der Insektenschutz. Dazu betont Lottes Stiftungsratsvorsitzender Wolfgang Israel: „Wir möchten die Bürger sensibilisieren, aktiv etwas für den Erhalt der Artenvielfalt der Insektenwelt zu tun. Daher gibt es an unserem Stand Tütchen mit Samenmischungen für den heimischen Gartenbereich, die teils zweijährig sind. Zudem erhält jeder Interessierte ein Infoblatt mit Tipps für erfolgreiche Aussaat.“

Insektenschutz, Imkerei und Kindertheater

„In einem Fachvortrag wird insektenfreundliches Gärtnern vorgestellt. Jeder kann etwas dafür tun. Auch wird ein Imker vor Ort sein, der die Imkerei vorstellt. Bei einer Wildbienenausstellung kann jeder diese Insekten kennenlernen“, ergänzt Lottes Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz.

Aus Platzgründen ist auch das evangelische Gemeindehaus „Arche“ mit einbezogen worden. „Dort zeigt das Theater Klitzeklein die Geschichte ,Vom Maulwurf mit dem Gipsarm‘. Darin geht es um Gartenbewohner, Nachhaltigkeit und Umwelt“, berichtet Lottes Klimamanager Marc-Philipp Nikolay.

Beteiligung von Fachleuten und Lotter Vereinen

Die Lotter Premiere für nachhaltigen Umweltschutz hat einige Mütter und Väter. Initiatoren sind die Bürgerstiftung und die Verwaltung. Eingebunden sind auch Lottes Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer und der Servicebetrieb Lotte.

Lotter Vereine und Institutionen beteiligen sich gleichfalls am ersten Lotter Gartenmarkt. Anerkennung zollt Ursula Wilm-Chemnitz dem Wersener Mühlenverein für sein Engagement beim Umweltschutz: „Von ihm gab es eine begeisterte Rückmeldung. Der Verein wird Insektenhotels unterschiedlicher Größe verkaufen. Auch bietet er beim Gartenmarkt an, dass Kinder sich selbst ein Hotel basteln können.“

Weiterhin beteiligen sich nach derzeitigem Planungsstand der Deutsch-Französische Förderverein, der Kunstkreis, die Landfrauen Alt-Lotte, der Verein „Für Lotte“ und die Flüchtlingshilfe.

Bis zum 7. April, da sind sich alle Gartenmarktorganisatoren sicher, sind die Temperaturen wieder im Plusbereich, vielleicht sogar frühlingshaft warm.


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