Bestes Blutspendeergebnis seit 2012 Jahresversammlung des DRK-Ortsvereins Wersen-Büren

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Gute Laune bei Vorstand und Mitarbeitern des DRK-Ortsvereins nach der Jahreshauptversammlung: Peter Jablonowski, Bärbel Janning, Jan Henrik und Olaf Wienbrack, Sabrina Peschel, Philip Middelberg, Walburga Lidzba und Heimatforscher Wolfgang Johanniemann. Foto: Erna BergGute Laune bei Vorstand und Mitarbeitern des DRK-Ortsvereins nach der Jahreshauptversammlung: Peter Jablonowski, Bärbel Janning, Jan Henrik und Olaf Wienbrack, Sabrina Peschel, Philip Middelberg, Walburga Lidzba und Heimatforscher Wolfgang Johanniemann. Foto: Erna Berg

Lotte. Rückblicke und Pläne, Zahlen, Neuigkeiten und Appelle, Neuwahlen und einen interessanten Vortrag über die Geschichte und Aktivitäten des Ortsvereins Wersen-Büren, all das gab es bei der Jahresversammlung am Freitag im DRK-Heim.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Peter Jablonowski berichtete Geschäftsführer Olaf Wienbrack, dass der Verein im nächsten Jahr seinen 55. Geburtstag feiern darf. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Roten Kreuzes, erläuterte die Strukturen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und fasste voller Stolz zusammen: „Wir als Ortsverein sind also Teil eines Ganzen, auch Teil einer weltumfassenden Organisation.“

Das DRK ist die größte Organisation, die humanitäre Hilfe leistet und besetzt anteilig am Markt 80 Prozent der Blutversorgung, 70 Prozent der Flüchtlingsbetreuung und 53 Prozent der Rettungsdienste. Im Tecklenburger Land gehören etwa 10000 Fördermitglieder, 1500 aktive Mitglieder, 360 Mitglieder im Jugendverband und 350 hauptamtliche Mitarbeiter (Stand 2016) zum DRK.

Blutspenden mit Fünfjahreshoch

2017 hat der Ortsverein wieder vier Blutspendetermine in der Gemeinschaftshauptschule angeboten und mit 386 Spendern, davon 35 Erstspender, das beste Ergebnis seit 2012 erzielt. Sanitätsdienst leistete der Verein beim Oktoberfest in Wersen. „Leider sind einige Mitarbeiter nach Alt-Lotte gewechselt, und uns fehlen somit Leute für weitere Dienste“, bedauerte Wienbrack.

Das Selbstständigkeitstraining des Kreisverbandes wurde und werde weiter geführt unter dem DRK-Dach. Ein tolles Jahresprogramm hätte wieder Bärbel Janning mit ihren Unterstützern und den „Mikados“ auf die Beine gestellt. Diese Freizeitgruppe für junge Menschen mit und ohne Behinderung, gegründet 1990, hat sich Ende des Jahres aufgelöst.

„Mikados“ aufgelöst

„Unsere jungen Leute sind erwachsen und selbstständig geworden, leben in eigener Wohnung oder betreut, sind verstorben oder pflegebedürftig. Es ist jetzt zu Ende. Danke an alle, die uns unterstützt und immer herzlich aufgenommen haben“, erklärte Bärbel Janning. Sollte sich neuer Bedarf für eine solche Gruppe ergeben und sich jemand finden, der sie aufbauen und betreuen möchte, „sind wir dafür jederzeit offen und bieten unser DRK-Dach an“, betonte der Geschäftsführer.

Ellen Grothaus leitet die Seniorengruppe und hat noch einen Platz frei. Dann wären es zehn. Schatzmeisterin Sabrina Peschel berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt, auf Reserven musste nicht zurückgegriffen werden. Durch die Blutspenden sei mehr, durch Spenden weniger eingenommen worden.

Neuer Vorstand und Aktionstag im Mai

En Block stimmten die Mitglieder über den neuen Vorstand ab. Jablonowski und Wienbrack bleiben Vorsitzender und Geschäftsführer, Schatzmeisterin Sabrina Peschel, Blutspendebeauftragte Walburga Lidzba. Als Schriftführer bereichert Jan Henrik Wienbrack den Vorstand. Um von der Bevölkerung mehr wahrgenommen zu werden, plant Olaf Wienbrack im Mai einen DRK-Aktionstag.

Blick in die Geschichte

Nach dem geschäftlichen Teil unterhielt Wolfgang Johanniemann die Anwesenden mit einer Präsentation über „Historie und Aktivitäten des OV 1964 – 2009“. Er hatte im Archiv der Neuen Osnabrücker Zeitung nach Berichten und Bildern aus Lotte und Altkreis Tecklenburg geforscht und war fündig geworden: Am 9. Juni 1964 gründete sich der Verein mit Dr. Lördemann als Vorsitzendem. Bürgermeister Heinrich Etgeton und Amtsdirektor Heinrich Termath riefen im Gründungsjahr zur Blutspende auf. Ein „Omnibus“ brachte damals Spender aus Halen und Wersen zur Bürener Schule. „Einen derartigen Erfolg hatte es in diesem Raum noch nicht gegeben. Ein Lob galt vor allem der Feuerwehr, deren Mitglieder fast vollzählig zu Blutspenden erschienen waren“, hieß es im Nachbericht der Zeitung. Viele Fotos konnte Johanniemann später seinem eigenen Archiv entnehmen, denn er war zu der Zeit Freier Mitarbeiter der Osnabrücker Zeitung. Er würde sich über weitere Informationen oder Fotos aus der Geschichte des Ortsvereins vor 1990 aus der Bevölkerung freuen.


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