Inliner-Kanalsanierung vergeben Lottes Betriebsausschuss lobt auch Petra Tepe

Von Thomas Niemeyer

Über die neuen Namensschilder freuten sich am Präsidium (von links) Jörg Stork, Astrid Hickmann, Horst Petersson, Hans-Georg Kunkemöller und Elisabeth Strodmeyer sowie für die Fraktionen (dahinter) Lothar Albers (FDP), Werner Schwentker (CDU), Dieter Hörnschemeyer (Grüne) und Hermann Brandebusemeyer (SPD). Foto: Thomas NiemeyerÜber die neuen Namensschilder freuten sich am Präsidium (von links) Jörg Stork, Astrid Hickmann, Horst Petersson, Hans-Georg Kunkemöller und Elisabeth Strodmeyer sowie für die Fraktionen (dahinter) Lothar Albers (FDP), Werner Schwentker (CDU), Dieter Hörnschemeyer (Grüne) und Hermann Brandebusemeyer (SPD). Foto: Thomas Niemeyer

Lotte. Zeit für Nettigkeiten und Nachfragen hatte der Betriebs- und Beteiligungsausschuss des Lotter Rates in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Ratssaal in Wersen. Lediglich zwei Routinebeschlüsse standen auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils.

Der Anlass zu der Sitzung fand sich denn auch im nicht-öffentlichen Teil, in dem das Gremium den Auftrag für die Inliner-Kanalsanierung für den Abwasserbetrieb neu vergab. Rohre und Kanäle können mit diesem speziellen Verfahren ohne große Tiefbauarbeiten saniert, undichte Stellen, Risse, Brüche und Wurzeleinwüchse mit einem Schlauch aus Textilgewebe, der in die Rohre eingeblasen wird, beseitigt werden. Die Vergabe hat in geheimer Sitzung zu erfolgen und war nach Beratung durch den externen Fachmann für die erfolgte Ausschreibung auch innerhalb weniger Minuten erledigt.

Neue Namensschilder

So nahm sich Ausschussvorsitzender Horst Petersson zu Beginn die Zeit, um im Namen des Gremiums Hauptamtsleiterin Petra Tepe in Abwesenheit für die neuen Namensschilder zu danken, die erstmals vor jedem Sitzungsteilnehmer standen.

Die gute Arbeit der beiden Kläranlagen hob Betriebsleiterin Astrid Hickmann hervor, indem sie ein Missverständnis aus der vorangegangenen Sitzung aufklärte. Nicht nur, dass die Bezirksregierung Münster nichts an den festgestellten Werten zu beanstanden hatte, bei der Phosphatelimination blieben die Anlagen in Alt-Lotte und Wersen mit 0,16 bzw. 0,5 Milligramm pro Liter deutlich unter dem Grenzwert von 1,5 Milligramm.

Wasser im Vorfluter verbessert

Auf Nachfrage von Grünen-Ratsherr Stefan Franke erläuterte die Betriebsleiterin, dass die Bezirksregierung ihre Grenzwerte je nach der Wasserqualität im Vorfluter festlege. Sie habe in Lotte keinen Anlass zur Verschärfung dieser Grenzwerte gesehen. Das bestätigt eine frühere Feststellung Hickmanns, dass das Wasser aus den Kläranlagen zum Teil die Wasserqualität der Vorfluter erhöhe.

Um den ersten Routinebeschluss gab es dann keine Diskussion. In Nachfolge des früheren Hauptamtsleiters Werner Borchelt soll der Rat am 22. März Petra Tepe zur neuen stellvertretenden Betriebsleiterin gleichberechtigt mit Jörg Stork vom Bauamt berufen.

„Klasse“ im Servicebetrieb

Anschließend ging es um den Servicebetrieb. Der will Reinigungsleistungen im kommunalen Kindergarten in Büren, in der Grundschule Alt-Lotte und im Schulzentrum Wersen für 2019 bis 2022 neu extern ausschreiben. Das trug Betriebsleiter Hans-Georg Kunkemöller das Lob von Stefan Franke ein: „Wir finden es klasse, dass Sie diese Initiative so frühzeitig ergreifen und dass Sie damit dafür sorgen, dass sich die Gemeinde auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren kann.“

Dem schlossen sich die übrigen Fraktionen an. CDU-Fraktionschef Werner Schwentker fragte nach den noch bei eigenem Personal verbleibenden Reinigungsleistungen. Die, so Kunkemöller, sollen nach dem absehbaren Ausscheiden der Mitarbeiterinnen ebenfalls fremdvergeben werden.

Ausnahme Schulhausmeister

Eine Ausnahme stellen die Schulhausmeister in Alt-Lotte und Büren dar, die gewisse Reinigungsleistungen bislang mit erledigen. Ob das auf Dauer so bleibt, soll laut Hickmann eine grundsätzliche Prüfung des gemeindlichen Gebäudemangements beantworten. Erfolgreich bat sie darum, hier auf Vorfestlegungen zu verzichten.

Zufrieden zeigte sich auch SPD-Fraktionsvize Hermann Brandebusemeyer mit der Antwort auf seine Anfrage nach der Lebensdauer der Leuchtmittel für die Straßenbeleuchtung. Angesichts des jüngsten Sturms und eines Falles von Vandalismus sei der Befund von knapp 20 defekten Teilen durchaus normal. Der periodische Austausch der Leuchtmittel werde fortgesetzt, und die Umstellung auf energiesparende LED-Teile sei auf einem guten Weg.