Spende für „Eine Kuh für Marx“ Reise in die Mongolei im Haus Hehwerth Lotte

Von Ursula Holtgrewe

Eine Teppichreinigung am Straßenrand und Orientierungshilfe entdeckten die Biker auf ihrem Weg in die Mongolei. Foto: Friedhelm LangeEine Teppichreinigung am Straßenrand und Orientierungshilfe entdeckten die Biker auf ihrem Weg in die Mongolei. Foto: Friedhelm Lange

Lotte. Der Alt-Lotter Biker Friedhelm Lange wird am Freitag, 2. März, 19 Uhr, im Haus Hehwerth über seine vergangene Tour in die Mongolei berichten. Die vier Euro Eintritt will er für das Russland-Projekt „Eine Kuh für Marx“ spenden.

Das ist ein Caritas-Projekt, über das er sich bereits vor Ort im russischen Dörfchen Marx informiert hat. Über Bekannte entstand der Kontakt zu den Klosterbauern der Caritas. „2012 habe ich im ,Ort der Stille‘ in Marx an der Wolga mitgeholfen, die Heizungsanlage zu installieren“, fasst Friedhelm Lange sehr kurz zusammen, wie er den dortigen Bischof Clemens Pickel und den Osnabrücker Ottmar Steffan kennen und schätzen gelernt hat.

Eine Kuh für ärmste russische Bauern

Mit dem Projekt „Eine Kuh für Marx“ unterstützt die Caritas Bauernfamilien, die sich in großer Armut durchschlagen müssen. Mit einer gespendeten Kuh, ist Nahrung gerade in den harten Wintern gesichert und durch mit Milchprodukten erwirtschaftetes Geld können sich die Bauernfamilien das Nötigste an Heizkosten und Medikamenten finanzieren.

Eine Kuh kostet rund 800 Euro. Vor Ort werden bedürftige Familien ausgewählt, für die eine Kuh gekauft wird. Für einen Restbetrag erhält sie etwas Geld für Futter, eine Stallreparatur oder die Anschaffung eines gebrauchten Kühlschrankes zur Kühlung der selbst hergestellten Milchprodukte. Die neuen Kuhbesitzer verpflichten sich, das erste neugeborene Kalb an eine andere bedürftige Familie abzugeben.

Von Tiflis über Sibieren in die Mongolei

Dieses Projekt wird Lange mit dem Erlös seines Reiseberichtes finanzieren. Gemeinsam mit dem Bissendorfer Andreas Nixdorf hat der Alt-Lotter Lange bereits mehrere Biker-Reisen gen Osten unternommen, im vergangenen Jahr die Tour von Tiflis in die Mongolei. „Ein Ziel war immer klar: Wir wollten zum Baikalsee. Weil wir nur viereinhalb Wochen Zeit hatten, sind wir von Georgiens Hauptstadt Tiflis aus gestartet“, blickt Lange zurück.

Die Reise führte sie von Georgien aus nach Aserbaidschan, ans Kaspische Meer, nach Kasachstan, Usbekistan auf der Seidenstraße wieder nach Kasachstan, Russland, den Baikalsee in die Mongolei.

Begegnungen mit spannenden Menschen

Ein kleineres technisches Problem wurde in Nowosibirsk repariert. Ansonsten lief alles glatt. Es gab zahlreiche Begegnungen mit Einheimischen. „An einer Stelle, an der wir nicht mehr wussten, ob es nach rechts oder links abbiegen sollten, haben wir eine Familie getroffen, die einen Teppich reinigte. Die Verständigung klappte mit Händen und Füßen. Dazu gibt es im Vortrag auch ein Video“, macht Friedhelm Lange neugierig.

Das Weiteren wird er berichten, dass er in der Abgeschiedenheit auch Europäer traf. „Es waren immer spannende Begegnungen mit faszinierenden Menschen“, fasst er zusammen. Wer mag, den nimmt er am Freitag, 2. März mit auf die Bikerreise gen Osten zum Baikalsee und in die Mongolei.