Igel Igor macht fit und stark Kompetenztraining für Grundschüler in Büren

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Besiegeln die Kooperation: (v.l.) Waldemar Magel (Koordinator Projekt fit+stark), Ludger Vorndieck (Kreisjugendamt Kreis Steinfurt), Ute Thomas (Schulleiterin), Michelle Bucken (Schulpflegschaftsvorsitzender Kreis Steinfurt) und Dirk Mohr (VR-Bank Kreis Steinfurt) sowie „Igor Igel“. Foto: Katja SteinkampBesiegeln die Kooperation: (v.l.) Waldemar Magel (Koordinator Projekt fit+stark), Ludger Vorndieck (Kreisjugendamt Kreis Steinfurt), Ute Thomas (Schulleiterin), Michelle Bucken (Schulpflegschaftsvorsitzender Kreis Steinfurt) und Dirk Mohr (VR-Bank Kreis Steinfurt) sowie „Igor Igel“. Foto: Katja Steinkamp

Lotte. In der Regenbogen-Grundschule in Büren steht das verantwortliche Füreinander und das zuverlässige Miteinander an erster Stelle. Nun soll das Kompetenztraining „Fit und stark für’s Leben“ des Kreisjugendamts Steinfurt das Miteinander der Kinder, von Klasse eins bis vier, noch mehr stärken.

Am Dienstagabend fand vorab ein Elternabend zu dem neuen Projekt an der Grundschule statt. Waldemar Magel, Koordinator des Projekts und Ludger Vorndieck vom Kreisjugenamt Steinfurt erklärten, was es damit auf sich hat. Es sei ein Training, welches im Unterricht durchgeführt werde, so Vorndieck. Die Ich-Stärkung, aber auch die Persönlichkeitsförderung durch Prävention gegen Gewalt, Aggressionen, Stress und negativen Emotionen stehen dabei im Vordergrund. „Die Kommunikationsfähigkeit der Kinder soll gefördert werden“, fügte Magel hinzu.

Eigenständigkeit beginnt in Klasse eins

Klasse eins bis vier der Regenbogenschule nehmen an dem Projekt teil. „Es ist nun ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms, der Kooperationsvertrag läuft erstmal über fünf Jahre“, sagte Schulleiterin Ute Thomas. Die Kinder werden so schon frühzeitig unterstützt, ihr Leben eigenständig, fit und stark zu gestalten. Sie sollen ihre eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen festigen. „Dies stärkt sie gegenüber negativer Einflüsse durch belastende Ereignisse oder Situationen“, sagte Vorndieck. Das Projekt gibt es im Kreis Steinfurt schon seit 15 Jahren.

Inhalte passen sich Entwicklung an

„Die Inhalte des Trainings sind kindgerecht auf das jeweilige Schuljahr abgestimmt“, sagte Magel. So werde im ersten Schuljahr erst einmal über das Thema „Was tut mir gut“ gesprochen. „Die eigenen Gefühle wie Wut, Angst und Trauer werden aufgegriffen. Im vierten Schuljahr geht es dann schon eher Richtung Neid und Eifersucht. So steigert es sich inhaltlich“, sagte Magel. Die einzelnen Inhalte werden in jedem Schuljahr also wieder neu aufgegriffen und vertieft. Zehn Module, also insgesamt 20 Unterrichtsstunden, werden pro Schulhalbjahr durchgeführt. „Das Projekt wird im Fach Sachkunde umgesetzt“, erklärte Thomas. Extern ausgebildete Trainer, die aus dem Bereich Pädagogik kommen, übernehmen den Unterricht in der Klasse. „Es hat sich herausgestellt, dass es positiv ist, dass eine außenstehende Person den Kindern die Kompetenzen vermittelt. Diese hat einen gewissen Abstand zur Klasse und betrachtet diese anders, als die Lehrer“, erklärte Vorndieck. Der zuständige Klassenlehrer sei aber immer mit dabei, damit die gelernten Inhalte im Unterricht nachgearbeitet und weiter vertieft werden können. „Die Kinder bekommen so eine Art Hausaufgaben auf, bei denen sie die Themen festigen können“, sagte Thomas. „Es ist auch wichtig, dass die Eltern mitarbeiten und ihre Kinder bei den Aufgaben unterstützen.“

Finanzielle Unterstützung

Das Projekt „Fit und stark für’s Leben“ an der Regenbogenschule wird mit 4000 Euro pro Jahr vom Kreisjugendamt bezuschusst. „Die Eltern der Grundschüler zahlen dazu 13 Euro pro Kind pro Jahr“, erklärte die Schulleiterin. Desweiteren sponsort die VR Bank Kreis Steinfurt mit weiteren 500 Euro das Projekt an der Grundschule. „Gerne möchten wir auch weitere 500 Euro spenden, wenn diese benötigt werden“, sagte Dirk Mohr von der VR-Bank.

Ziele

Mithilfe von Rollenspielen, Liedern oder Fantasiespielen werden den Kindern spielerisch die Themen nahe gebracht. Das Maskottchen „Igor Igel“, ein Plüschtier, veranschauliche die Beispiele und diene als Identifikationsfigur für die Kinder, sagte Magel. Ziel des Projektes ist es, die Selbstwahrnehmung und das Einfühlungsvermögen zu verbessern, mit Stresssituationen und negative Emotionen umzugehen, die Kommunikation sowie das kritische Denken zu fördern und Lösungen für Probleme zu finden. „Das Kreisjugendamt Steinfurt ist ein verlässlicher Partner und ich freue mich auf die Kooperation“, sagte Schulleiterin Thomas und unterschrieb den Kooperationsvertrag, der von nun an fünf Jahre gilt.


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