Nach Unfall in Wersen Mit Ölsperren und Bagger gegen Dieselverschmutzung in Düte

Von Angelika Hitzke


Lotte. Der Unfall, bei dem am Montagnachmittag auf der Wersener Straße zwischen Golfclub Dütetal und der Düter Straße ein Tanklaster verunglückte, ist doch nicht ganz ohne Folgen für die Umwelt geblieben: Durch einen Riss im Tank trat Dieselkraftstoff aus, der über den Schwarzwasser-Graben bis in die Düte floss.

Zur Ursache des Unfalls, bei dem der mit 18500 Litern Diesel beladene Tanklaster von der Fahrbahn abkam und in Höhe der Bushaltestelle auf dem Seitenstreifen umkippte, konnte die Kreispolizeibehörde noch keine Auskünfte geben. Der Fahrer war mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. „Wir müssen jetzt die Aussagen des Fahrers und die Untersuchung des Lkw abwarten“, sagte deren Pressesprecher Reiner Schöttler.

Zunächst waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Lotte, die den umgekippten Lkw untersuchten und vor dem weiteren Abrutschen sicherten, davon ausgegangen, dass kein Kraftstoff ausgetreten war, hatten aber vorsichtshalber die Untere Wasserbehörde des Kreises Steinfurt und die zuständige Firma informiert. Am Montagabend nahmen dann Anlieger der Düte Dieselgeruch wahr. Einer von ihnen, selbst Feuerwehrmann, entdeckte einen Ölfilm auf der Düte und informierte die Leitstelle. Noch in der Nacht richtete die Feuerwehr mehrere Ölsperren ein und versuchte, den über die Böschung der Unfallstelle in den Schwarzwasser-Graben fließenden Dieselkraftstoff mit Streumitteln zu binden.

Am Dienstagmorgen bei Tageslicht untersuchten Lottes Wehrleiter Marcus Prinz, Martin Schmidtmeier vom Ordnungsamt der Gemeinde sowie Vertreter der Unteren Wasserbehörde und der Straßenmeisterei die Unfallstelle und berieten über weitere Maßnahmen. So wurden zwei weitere Ölsperren in Höhe der Lys-lez-Lannoy-Brücke nahe Getränke Eversmeyer in Wersen errichtet, eine davon schwimmend und eine weitere zum Sammeln eventueller nachfolgender Ölreste, wie Prinz berichtete.

Er bestätigte auch erste Vermutungen, dass das Leck zunächst nicht bemerkt wurde, weil es sich auf Unterseite des umgekippten Tanklasters befand: „Es war ein Haarriss im Tank auf der Seite, wo er drauflag“, teilte der Feuerwehrchef mit. Wieviel Kraftsstoff dadurch ausgetreten ist, könne er jedoch nicht sagen. Der ölverunreinigte Boden an Böschung und Graben wird nach Auskunft von Sabrina Veer, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle des Landrates, ausgebaggert und entsorgt.