Weniger Resonanz Mit Mr. Spock und Außerirdischen durch Alt-Lotte

Von Ursula Holtgrewe


Lotte. Auch heute fuhr der wohl kleinste westfälische Rosenmontagumzug durch Alt-Lotte. „Außerirdische“ hieß diesmal das Motto. Unter die „grünen Frauchen“ hatte sich auch Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise gemischt.

Rotes Hemd, schwarze Perücke, spitze Ohren – Armin Sünnewie fand das grundsätzlich okay. „Lasst die Ohren weg. Die tun weh, meine sind zu groß“, zeterte er, als ihm die spitzen Lauscher auf die Ohrmuscheln gedrückt wurden. Er hielt tapfer durch.

Asyl bei Mr. Spock auf dem Wagen

Die Velper Damen mussten leider absagen. Nur Sandra Mutert war da. Sie erhielt Asyl auf dem Wagen, den der Karneval-Mix fantasievoll mit Außerirdischen dekoriert hatte.

Am Merschweg warteten bereits einige Straßenkarnevalisten. Unter ihnen auch Lasse – kreativ als Krake verkleidet. Seien Mama und Oma hatten fünf Strumpfhosen ausgestopft als Krakenarme. „Ich bin mit zwölf Beinen unterwegs, denn ich habe ja selbst zwei“, erklärte der junge Mann schmunzelnd. Er hatte eine Tasche dabei. „Die ist für Bonbons“, erklärte er.

Süße Salven am Marktplatz

Nun startete Uwe Pötter den Traktor mit dem galaktischen Anhänger. Assistiert von Sohn Till ging es los. Einen Stopp legte der Mini-Rosenmontagumzug am Marktplatz ein. Die „Außerirdischen“ warfen Süßigkeiten, die ruck zuck aufgehoben waren. Einhörner, Indianer, Fantasiewesen und Zivile warteten auf weitere süße Salven.

Schade nur, dass das Interesse in der Bevölkerung offenbar nachgelassen hat, sich dem närrischen Treiben beim Straßenkarneval anzuschließen. Gleichwohl waren kostümiert Melanie Roloff und Britta Horstmeier mit ihren Kindern dabei.

Zwischenstopp bei „Zwei Eichen“

Alt-Lottes Ortspolizist Horst Hakmann lief erstmals vor dem Zug her, den ein Wagen der freiwilligen Feuerwehr Lotte anführte. Er hatte mit Sünnewie den Weg besprochen und wusste: Der nächste Zwischenstopp ist am Seniorenzentrum „Zwei Eichen“. Dort gab es, wie in den Vorjahren einen Aufenthalt, bis die Damen des Karneval-Mixes Rosen an die Bewohner verteilt hatten.

Nun setzt der kleine Umzug seinen Weg fort, zurück zum Marktplatz. Dort flogen die letzten galaktisch guten Utensilien und Süßigkeiten der „Außerirdischen“ in die Karnevalistengruppe. Kalt war es. Die Sonne schien zwar, wärmte aber nicht. Wer zu Fuß unterwegs war, ging schnell nach Hause.

Rosenmontagsparty in der Bier-Bar

Der Karneval-Mix und alle, die Freude an einer Rosenmontagparty hatten, trafen sich in der Bier-Bar. Schnell wurde allen wieder warm – nicht nur durch ausgelassenes Tanzen, versteht sich.