Landfrauen außer Rand und Band Konfettibuntes Treiben an Weiberfastnacht in Wersen

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Westerkappeln. Wehe, wenn sie losgelassen – dann heißt es an Weiberfastnacht bei den Landfrauen Westerkappeln-Wersen: „Frauen vom Land außer Rand und Band“.

In den Wersener Ratsstuben erlebte die kostümierte Schar mehr als vier Stunden ein buntes Programm; überwiegend aus den eigenen Reihen mit Unterstützung des Westerkappelner Jungen Chores, der kfd Neuenkirchen und tanzenden jungen Gästen aus Mettingen.

Bereits bei der Begrüßung hatten die Westerkappelner Vorsitzende Birgit Leyschulte und die Wersener Vorsitzende Doris Schwegmann mit ihrer guten Laune den vollen Saal im Griff. Klar bekamen auch die rund 20 „Mädels“, die für einen glatten Ablauf sorgten und singend auf den Abend einstimmten, wohlverdienten Applaus.

Ebenso die Einmannkapelle Dieter Hoge und Techniker Detlef Bosse.

Motto: „Ab geht die Post.“

Als Postbotin übernahm Birgit Leyschulte die Moderation unter den Mottos: „Ab geht die Post“ und „Die Party geht ab“. Teamplayerinnen sind alle, auch Westerkappelns Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, die als Seester Landfrau „ihre“ Landfrauen-Crew tat- und wortkräftig unterstützte.

Wie viele Meter Angela Lammers mit ansteckender Fröhlichkeit als Zeremonienmeisterin zurücklegte, als sie die Akteure vom Eingang abholte und zurückbrachte, hat sie nicht gemessen. Die Stimmung aller Generationen im Ratsstubensaal stand der in den Karnevalhochburgen in nichts nach. „Mir geht es gut“, sagte die Halenerin Irma Sies lachend. Sie wird bald 93 junggebliebene Jahre alt.

Beifallsraketen von und für Junge und jung Gebliebene

Die erste Beifall-Rakete bekam das Funkenmariechen Lynn nach ihrem akrobatischen Auftritt. Springlebendig eroberten die Mädels der Roten Garde ihr Publikum, als sie auf der Bühne wirbelten. Einen Hauch Moulin Rouge zauberten die „Flotten Girls“ nach Wersen.

Frohsinnswogen schwappten, Lachfalten vertieften sich; nicht zuletzt, weil es zu lernen galt, was „Kenosilizac-Phobie“ ist: die Angst vor leeren Gläsern.

Frauenprobleme auf die Schippe genommen

Eines der Frauenprobleme nahm die Landfrauentanzgruppe humorig als gegeben hin: Cellulite – urkomisch verpackt im Text zu „Felicita“ von Romina und Albano Power und in mutig ausgestopften Sportdresses. Als Käthe stand Gudrun Schemme in der Bütt. Sie stellte die erheiternden Seiten ihrer Freundin Agnes vor, teils zotig, leider nur bedingt zitierfähig aber allemal lachtränenfördernd.

Die Superschüler Sieglinde (Annegret Munsberg) und Klaus-Dieter (Christel Mennewisch) erkletterten Palettenmöbel. Sieglinde geht erst in die dritte Klasse – und ist durch die Fahrprüfung gefallen. „Warum?“, wollte KD wissen. „Vor einem Kreisel stand ein 30er-Schild. Da bin ich dreißigmal herumgefahren“, erklärte das Mädel. „Und? Haste dich verzählt?“, fragte der Junge. Nun war klar: Auch vom Applaudieren kann man Muskelkater bekommen.

Junger Chor schmachtet Thermonix an

Einmal mehr mischte der Junge Chor mit theatralischen Gesten das konfettibunte Treiben auf. „Ti amo“ als schmachtender mehrstimmiger Liebesbeweis galt dem angebeteten Thermomix, dem Allrounder im Haushalt – auch für Männer, denn Estrich mixen kann er auch. Und als der Chor dann den „Hefesong“ darbrachte, gab es fast kein Halten mehr. Es hieß: „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe. Das kleine Ding tut so, als ob es schliefe.“ Versöhnlich: In manchem Männerbauch aber auch.

„Wiwaldi“ trifft Influenza

Beim Treffen von „Wiwaldi“ (Inge Loske), der Hund der Sendung „Zimmer frei“ und einem Influenza-Virus (Susanne Hehemann) gab es einen launigen Dialog – und viel Mitgefühl für das Virus, das eine Einaugenplüschmaske trug sowie noch viel mehr für Inge Loske im felligen Overall.

Nach dem Konfettiregen der sexy Putzkolonne, traten Frieda (Annette Große-Heitmeyer) und Anneliese (Birgit Leyschulte) auf die Bühne. Den Weihnachtsbaum friert Frieda ein, denn: „Man weiß ja nie, was kommt.“ Über Westerkappelns Bürgermeisterin lästert Anneliese: „Sie hatte einen so großen Baum, dass sie in der Küchenzeile Weihnachten feiern musste.“ Beide versorgten die Besucherschar mit Lachern und Kichern – und feierten nach Mitternacht mit allen Konditionsstarken noch ein wenig weiter.


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