Benefizturnier der Lotter Messdiener Trikot von Sportfreunde-Profi Rahn versteigert

Von Jannik Zeiser


Lotte. Viele Zuschauer, leidenschaftlicher Fußball und ein versteigertes Trikot: Das Benefizturnier der Lotter Messdiener hat in seiner 32. Auflage für gute Laune gesorgt. Einnahmen aus Tombola, Kuchenverkauf und Spenden werden wie immer der Paolo-Fey-Stiftung zugute kommen. In sportlicher Hinsicht verließen die „Alten Herren“ als Sieger die Halle.

Nur neun anstatt der angekündigten zehn Mannschaften nahmen letztlich am Wettstreit teil – krankheitsbedingt fiel das Team „Stühlmeyer“ kurzfristig aus. Die übrigen Teams gaben dafür sowohl auf der Tribüne als auch auf dem Hallenboden ihr Bestes.

Neulinge als Stimmungsmacher mit gespendetem Trikot

Die „Freibier Ultras“, Neulinge im Turnier, taten sich als Stimmungsmacher besonders hervor; ihre Erfahrungen aus der Fanszene der Sportfreunde Lotte setzten sie in Sprechchören auf den Rängen leidenschaftlich um. Und nicht nur das: Durch Kontakte zur Mannschaft der Sportfreunde konnten sie den SFL-Profi Matthias Rahn dazu gewinnen, sein Trikot aus dem Spiel gegen den VfR Aalen für einen guten Zweck zu spenden. „So etwas in der Art hatten wir schon länger vor, heute war es eine gute Gelegenheit“, erklärte Pascal Vennemann von den Freibier Ultras. 60 Euro erzielte das Trikot bei der Versteigerung beim Messdienerturnier, das Geld ging in die Spendenkasse der Paolo-Fey-Stiftung.

Unterhaltsames Nebenprogramm

Für das Pausenprogramm stellten sich wieder Eltern einem Match gegen ihre Kinder aus dem evangelischen Kindergarten in Lotte und kassierten eine haushohe Niederlage. Zu beeindrucken wussten außerdem die „Ropeskipper“, also Seilspringer, des SC Halen mit einer Show. „Die Fußballer hier haben wirklich gestaunt, wie agil man sich mit einem Seil bewegen kann“, kommentierte Organisator Jens Holtgrave den Auftritt anerkennend.

Ausgeglichene sportliche Stärke

Die fußballerische Stärke der teilnehmenden Mannschaften stellte sich insgesamt als ausgeglichen heraus und die insgesamt 20 zehnminütigen Begegnungen waren entsprechend spannend anzusehen. Pater Shaji George, der unter anderem für die Alt-Lotter St.-Hedwig-Gemeinde zuständig ist, verfolgte die Spiele aufmerksam und war voll des Lobes: „Die Spiele waren von Anfang an schön anzusehen. Sie waren gemeinschaftlich und freundschaftlich.“

Deutlicher Finalsieg

In den Halbfinalspielen gewannen schließlich die Messdiener mit 5:0 gegen die „Bankgammler“ und die Alten Herren bezwangen Rückwärts 96 mit 1:0. Somit hatten im Finalspiel die Messdiener die Chance, ihren Turniersieg aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Die Alten Herren erwiesen sich jedoch als zu stark: Mit einem Endstand von 7:0 sicherten sie sich klar den ersten Platz vor den Gastgebern. „Ich suche mir halt immer das Team mit der besten Vorbereitung aus“, scherzte Jens Holtgrave anschließend – im vergangenen Jahr hatte er noch mit der Messdienermannschaft gewonnen, diesmal siegte er mit den Alten Herren. Auf dem dritten Platz landeten Rückwärts 96, sie siegten mit 3:2 gegen die Bankgammler im Penaltyschießen.

Positives Fazit

„Es waren viele Zuschauer da und die Stimmung war super“, so das Fazit des Organisationsteams. Barbara Rohatsch von der Paolo-Fey-Stiftung freute sich insbesondere darüber, dass Kuchen- Würstchen- und Losverkauf gut liefen. In kurzer Zeit seien alle 900 Lose für die Tombola zu je einem Euro verkauft gewesen. Die Stiftung unterstützt Projekte für Straßenkinder in Brasilien. Aktuell werden etwa Spendengelder für die Tagesbetreuung von Kindern einer Großfamilie benötigt, die an einer Müllkippe leben. Wie viel Geld letztlich durch das diesjährige Messdienerturnier gesammelt werden konnte, wird in den kommenden Tagen errechnet. Erfahrungsgemäß kommen jedoch gute Summen zusammen: Um die 1600 Euro seien es in den letzten Jahren gewesen, erinnert sich Holtgrave.