Bei der Osnabrücker Mahlzeit Wersener kennen den Püsselbürener Damm

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Osnabrück/Lotte. Ungewohnte, aber vertraute Begriffe hörten die Herren vom Bürgerverein am Wersener Tisch bei der Osnabrücker Mahlzeit am Freitagabend. Der neue Grünkohlkönig, Swingsänger Tom Gaebel, ist, wie er selbst in seiner Antrittsrede berichtete, am Püsselbürener Damm aufgewachsen. Den Sänger kannten nur wenige am Tisch, den Püsselbürener Damm aber alle Wersener.

Fünf Wochen vor dem eigenen Herrenabend hatte sich wieder eine illustre Wersener Runde bei der Mahlzeit des befreundeten Verkehrsvereins Osnabrück (VVO) eingefunden, um sich einzustimmen und vielleicht auch die eine oder andere Anregung für eigene Aktivitäten mitzunehmen. Schließlich gilt es für beide Vereine, sich stärker der jüngeren Generation zu öffnen.

Bandwechsel erklärlich

Kritische Töne hatte es bereits im Vorfeld daran gegeben, dass die Bigband der Angela-Schule durch eine professionelle Kleinband ersetzt werden sollte. „Was soll das denn?“, fragte sich mancher Wersener. Der neue Grünkohlkönig aus Ibbenbüren lieferte die Antwort in seiner Person gleich mit: Es war seine Band, mit der er später noch spielte.

Während die meisten Osnabrücker die Jugenderzählungen Gaebels vom Püsselbürener Damm angesichts der possierlichen Ortsbezeichnung eher ulkig fanden, fühlten sich die Wersener beinahe heimisch. Wer kennte die Verbindungsstraße zwischen Püsselbüren und Ibbenbüren nicht aus eigener Anschauung!

Hüttenblechtett bleibt

Dennoch dürfte dem traditionell beim Herrenabend im Saal der Ratsstuben aufspielenden Original Hüttenblechtett nach dem Erlebnis keine swingende Konkurrenz erwachsen. Wersener kopieren ja nicht. Und auch die locker flockige Begrüßung durch VVO-Chef Felix Osterheider wird der neue Bürgervereinsvorsitzende Olaf Wienhaus in einem Punkt ganz bestimmt nicht nachäffen: Der begrüßte nämlich weder Prominenz noch Altkönige namentlich.

Die persönliche Ansprache beim Wersener Krautvolk zeichnet wahrscheinlich auch dafür verantwortlich, dass sich der Wersener Tisch nach Ende des kurzen, aber unterhaltsamen Programms wieder als Anlaufpunkt für etliche Prominente erwies. Unter ihnen befand sich Ex-Kraut- und Grünkohlkönig sowie Ex-Oberbürgermeister und -VVO-Chef Hans-Jürgen Fip ebenso wie Ex-VfL-Präsident und -Grünkohlkönig Hermann Queckenstedt und sein Nachfolger beim VfL Manfred Hülsmann.

Nach dem Grünkohl, vor dem Kraut

Manches der dort begonnenen Gespräche dürfte seine Fortsetzung beim Herrenabend in Wersen finden. Dann allerdings nicht mehr beim Grünkohl, sondern bei Haxe, Sauerkraut und Püree, bei Blasmusik statt Swing und nach einem Redeprogramm, das politisch-intellektuell ein wenig fordernder sein dürfte als in Osnabrück. Nichts für ungut, aber da reichte nur der scheidende Grünkohlkönig Peter Voss heran.


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