Mit Kämpferherz zum Tabellenführer Sportfreunde Lotte spielen in Paderborn

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Diesen Schuss von Jaroslaw Lindner konnte der Zwickauer Torhüter nur abklatschen. Druckvoll wollen die Sportfreunde auch gegen Paderborn spielen. Foto: MrugallaDiesen Schuss von Jaroslaw Lindner konnte der Zwickauer Torhüter nur abklatschen. Druckvoll wollen die Sportfreunde auch gegen Paderborn spielen. Foto: Mrugalla

Lotte. Das neue Jahr hat für die Sportfreunde Lotte gut begonnen. Dem 1:0-Auftaktsieg gegen Zwickau soll nun am kommenden Samstag ein weiteres Erfolgserlebnis beim SC Paderborn folgen (14 Uhr, Benteler-Arena).

Auch beim Tabellenführer wollen sich die Sportfreunde nicht verstecken. Vielmehr gilt es, dort mutig aufzutreten und alles in die Waagschale zu werfen, um auch beim Favoriten etwas zählbares mitzunehmen. Daher gilt es, daran anzuknüpfen, was Lotte im vergangenen Heimspiel so auszeichnete: Spielfreude, Kämpferherz und den Glauben an die eigene Leistung.

Den Gegner beherrschen

Das gilt auch für Flügelstürmer Jaroslaw Lindner. Der 29-jährige zeigte gegen Zwickau eines seiner stärksten Spiele im Trikot der Sportfreunde und will auch beim Spitzenreiter zeigen, dass mit ihm in der Rückrunde weiter zu rechnen ist. „Jeder hat gesehen, dass wir gegen Zwickau den Sieg unbedingt wollten. Zwar brauchten wir am Anfang des Spiels etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Nur mussten wir ja auch sehen, wie der Gegner taktisch so aufgestellt ist. Doch letztlich konnten wir danach das Spiel und den Gegner beherrschen. Vorne hätten wir dann schon noch gerne mehr als nur das eine Tor gemacht.“, berichtet der im polnischen Gdansk geborene Offensivmann.

Dass die Sportfreunde Lotte gegen Zwickau von Beginn an die richtige Einstellung und Mentalität an den Tag gelegt hatten, soll freilich keine Eintagsfliege bleiben. Alle im Team arbeiteten gut gegen den Ball und waren stets eng am Mann. „Zwickau hatte da doch kaum Luft zum Atmen. Das hatte unser Spiel früher auch immer schon ausgezeichnet, dass wir die Spielkontrolle hatten und auch dem Gegner unser Spiel aufzwingen konnten. Jeder weiß, dass die Jungs das können, nur wir müssen das regelmäßig abrufen, um die nötigen Punkte zu holen. Es muss einfach möglich sein, dass wir das wieder schaffen und öfter siegen, statt nur einen Punkt zu holen“, so der 1,75 m große Lindner, den alle nur „Jaro“ nennen.

Mehr Tore müssen her

Einziger Knackpunkt blieb im Auftaktspiel noch die mangelnde Torausbeute. Auch der Angreifer mit dem starken Rechtsfuß wusste, dass es in der Offensive mal wieder viel zu wenig war. „Gegen Zwickau hätten wir sicher 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen, so viele Chancen gab es. Das wissen alle auch, dass wir uns dort noch steigern müssen. Da nehme ich mich natürlich auch mit ein und hoffentlich können wir da künftig gefährlicher werden“, sagt der Stürmer.

Bisher gab es nur zwei Tore im Westfalenpokal von ihm zu feiern. Besser ist da schon die persönliche Bilanz mit vier Torvorlagen, die er für sich verbuchen kann. Dass Lindner am vergangenen Samstag nach dem 1:0 durch Bernd Rosinger mit seiner Riesenchance die Vorentscheidung nur knapp verpasste, nervte ihn selbst am meisten. „Hätte ich den reingemacht, wäre der Deckel drauf gewesen“, gibt sich der Spieler mit der Rückennummer 24 selbstkritisch.

Nun also geht es zum Tabellenführer, der bereits acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Beim SC Paderborn wartet ein Spiel, dass man vielleicht nicht unbedingt gewinnen muss. Der Wille bei Lindner ist aber da: „Letztes Jahr haben wir im letzten Spiel mit 3:0 in Rostock gewonnen. Das hatte uns sicher auch keiner zugetraut. Daher sollte man sich keinen Stress machen und sehen, was in Paderborn möglich ist. Wichtig ist wieder, dass einer für den anderen läuft. Dann kann auch mal die Tagesform entscheiden. Denn an einem guten Tag kann man in dieser Liga sicherlich jeden schlagen und auch eine Überraschung schaffen“.


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