Claus Weidner gibt sein Amt ab Lotter Kunstkreispräsident macht auch Theater

„Es ist einiges passiert“, fasst der scheidende Kunstkreispräsident Claus Weidner beim Stöbern in der Kunstkreis-Chronik seine Amtszeit zusammen. Foto: Ursula Holtgrewe„Es ist einiges passiert“, fasst der scheidende Kunstkreispräsident Claus Weidner beim Stöbern in der Kunstkreis-Chronik seine Amtszeit zusammen. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Nach sechs kulturell ereignisreichen Jahren kandidiert Claus Weidner nicht erneut als Vorsitzender des Kunstkreises Lotte – ein Anlass, im vollen Ordner zu stöbern, der die kreative Vielfalt der Ehrenamtlichen dokumentiert.

„Ich bin Mitglied seit 2004 oder so. Genau weiß ich es auch nicht mehr“, blickt Claus Weidner fast eineinhalb Jahrzehnte zurück. Gewiss ist, dass er im Jahr 2009 zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde. Da hatte sich der Rezitator und vielfältig Kunstbeflissene in Lotte bereits bekannt gemacht mit diversen Veranstaltungen, die er mitorganisierte.

Mitinitiator Claus Weidner

Beispielsweise war er aktiv bei der ersten Sommerkulturnacht, die der Kunstkreis im Rathaus und an den Ratsstuben initiierte. Auch in Wersens „Milchbar“ richtete der Verein das Sommerevent aus, bevor es im Jahr 2013 im Rosengarten des Alt-Lotter Hotels Knüppe heimisch wurde. „Mit dem Wetter haben wir immer Glück gehabt. Es war stets ideal für eine Gartenparty“, sinniert Claus Weidner.

Mit seiner ersten Lesung machte er sich in Lotte bei der Premierensommerkulturnacht bekannt. Da war Weidner in Osnabrück längst kein Unbekannter mehr; in seinen Vorträgen widmete und widmet er sich mit Liebe der Lyrik und den Gedichten auch unbekannter Autoren.

Bereicherung des Lotter Kulturlebens

Unterschiedlichen Aktionen initiierte der Kunstkreis und bereicherte damit kreativ und erfolgreich das kulturelle Leben in Lotte. Ob Märchenabend in der Mühle Bohle oder Autorenlesung, die Veranstalter freuten sich über ein jeweils volles Haus. Den Kunstkreis vertrat Weidner bereits zweimal auch beim Benefizessen „25 mal 25“ der Bürgerstiftung Lotte. Zudem beteiligt er sich seit einigen Jahren in der evangelischen Kirche an der literarischen Weihnacht jeweils am ersten Weihnachtsfeiertag.

Jedes Mal erfolgreich sind die Ausstellungen des Kunstkreises im Frühling, die alle zwei Jahre gemeinsam mit den „Aquarell-Lys“ aus Lottes französischer Partnergemeinde Lys-lez-Lannoy veranstaltetbwird und zahlreiche Besucher ins Haus Hehwerth lockt.

Spuren des Kunstkreises in der Gemeinde

Dass es Flyer mit dem Kunstkreisprogramm gibt, war eine weitere Idee Weidners. Auch variierte der Verein sein Programm: Er führte den Bildhauerkurs, das Filzen, das Schmieden, die Pralinenmanufaktur sowie die Einzelausstellung in der Alt-Lotter Volks- und Raiffeisenbankfiliale ein. Auch das zweiteilige Bild im Trauzimmer des Rathauses ist das Werk von zwei Künstlerinnen aus dem Verein. Längst nicht mehr neu ist der offene Treff an jedem vierten Dienstag im Monat im Haus Hehwerth. Ab und an gibt ein Mitglied eine Unterweisung, beispielsweise im Malen.

„Ich hätte nie so viel geschafft ohne die Unterstützung meiner rührigen Vorstandsdamen“, hebt er die Power der Vorstandsfrauen und die Unterstützung durch deren Männer hervor. Jüngere Beispiele dafür sind die Ausstellung zum 500-jährigen evangelischen Kirchenjubiläum in Alt-Lotte, der Hahn vor dem Haus Hehwerth und ist die Gestaltung der Luther-Figur für die evangelische Kirchengemeinde Lotte.

„Ich höre auf, weil ich denke, jemand Neues muss das Amt ausfüllen mit neuen Ideen und neuem Schwung“, sagt der scheidende Präsident mit ein wenig Wehmut – und der Überzeugung, dass die Nachfolge kompetent geregelt werden konnte.

Statist im Stadttheater

Mit wem, darüber hielt er sich noch bedeckt; und öffnete das Nähkästchen dann doch ein wenig: „Alle anderen im Vorstand machen weiter“, verrät er.

Seinen Unruhestand zu füllen fällt Weidner nicht schwer. Davon zeugen nicht nur die zahlreichen gerahmten DIN-A-4-Plakate in seinem Arbeitszimmer. Regelmäßig steht er bei den „Montagsspielern“ in Osnabrück auf der Bühne. „Seit dem letzten Jahr bin ich auch Statist beim Stadttheater. Ich spiele bei ,Terror‘ mit“, beschreibt Claus Weidner eine weitere Facette seiner Bühnenpräsenz.

Dem Schauspiel verbunden

Gern trägt er auch zukünftig in Lotte dazu bei, Veranstaltungen mit Rezitationen zu bereichern. Bei allen Aktionen wird er seit vielen Jahren unterstützt von seiner Partnerin Manuela Kreyenberg. Live können die Besucher des „DinnerAct Theaters“ Claus Weidner im Februar als Diener Johann erleben.


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