Lachen mit dem Lokalverein „Verwandte und andere Katastrophen“ in Wersen

Turbulenzen mit Toten gibt es beim Theaterstück, unter anderen mit Karin Ewers (von links), Hartmut Meyer, Katrin Birke, Jana Klaßen, Sven Spellbrink, Holger Schnepper und Benjamin Lüdeke. Foto: Ursula HoltgreweTurbulenzen mit Toten gibt es beim Theaterstück, unter anderen mit Karin Ewers (von links), Hartmut Meyer, Katrin Birke, Jana Klaßen, Sven Spellbrink, Holger Schnepper und Benjamin Lüdeke. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte . Mit dem Stück „Verwandte und andere Katastrophen“ lädt die Theatergruppe des Lokalvereins Lotte-Westerkappeln ihr Publikum einmal mehr zu ausgiebigem Zwerchfelltraining ein. Premiere ist beim Lokalfest in den Wersener Ratsstuben am Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr.

„Andrea sucht ein Stück immer danach aus, wie viele mitspielen möchten“, berichtete Hartmut Meyer – er schlüpft in die Hauptrolle des Erbonkels Karl – über die intensive Recherche von Andrea Stiegemeyer. Sie führt zusammen mit Silke Reichelt auch Regie.

Lustspiel und viel Lust am Spielen

Diesmal sind es elf Akteure, die beim Lustspiel in drei Akten von Erich Koch auf der Ratsstubenbühne antreten. Ganz textsicher sind noch nicht alle Hobbyschauspieler, aber kurz davor. Ein Stichwort reicht, dann geht das muntere Spiel flüssig weiter. „In den letzten zwei Wochen trainieren wir täglich und sind mehr hier in den Ratsstuben als zuhause“, gesteht Silke Reichelt lachend ein.

Lachanfälle

Unbeeindruckt von Gesprächen der anderen Mitspieler am Tisch gehen die Proben auf der Bühne vonstatten. Ein Blick mit verräterischem Zucken um den Mund reicht. Ein Lachanfall bremst das Vorankommen. Es dauert ein wenig, bis sich alle gefangen haben. Weiter geht es mit angemessenem Ernst. „Wir müssen noch ein bisschen am Feinschliff üben, aber sonst ist es schon ganz gut“, lobt Trainerin Silke Reichelt das Ensemble. „Ja, aber wir müssen die Stimmen noch markanter herausarbeiten, die Männer die tiefe, die Frauen die hohe“, resümiert Andrea Stiegemeyer.

Ratsstuben als Probebühne

Seit Oktober proben die Hobbyschauspieler. Die erst Zeit bei Familie Westermann, die die Gruppe im warmen Raum rundum versorgt hat. Nun steht die Probebühne im Saal der Wersener Ratsstuben.

Darum geht es in dem Stück: Judith (Ramona Wedemeyer) und Klara (Karin Ewers) sind in Finanznot. Deren Männer Uwe (Silke Reichelt) und Manfred (Hendrik Stiegemeyer) verdienen zu wenig. Und Erbonkel Karl will einfach nicht sterben. Die intriganten Frauen beschließen nachzuhelfen und dann Wertvolles schon mal sicherzustellen. Karl überlebt, weil unerwarteter Besuch in Gestalt von Emil (Sven Spellbrink) und Edith (Jana Klaßen) ihm zur Seite steht. Bestatter Paul (Holger Schnepper) fürchtet, dass Karl ebenso spukt, wie seine verstorbene Mutter Mathilde.

Auch Postbotin Hermine (Katrin Birke) ist an Karls Tod interessiert, weiß sie doch aus einem geöffneten Brief, dass Karl in der Lotterie gewonnen hat. Geld können auch Judiths Sohn Bernd (Benjamin Lüdeke) und Manfreds Tochter Lilo (Alina Terre) gut gebrauchen.

Bestatter als Frauenschwarm

Es wird viel getrunken auf der Bühne, reichlich gezankt und auch geflirtet. Heraus kommt auch, dass Bestatter Paul nach dem Erbe von dessen Tante Trude wohlhabend ist. „Sie war so sparsam, sie hat nur Nüsse in den Klingelbeutel getan“, erklärt Paul. „Auf den Bestatter fliegen alle Frauen“, meint Andrea Stiegemeyer verschmitzt. Jedenfalls erweisen sich die katastrophalen Verwandten als gnadenlose Leichenfledderer und Erbschleicher. Es geht im vergnüglichen Text beispielsweise um „totes männliches Fleisch“ und die „alkoholisch hängengebliebene Postbotin“. Wenn die Alleinerbin auftaucht, ist das Durcheinander programmiert.

Premiere beim Lokalfest

Nun übt das Ensemble fleißig, damit die Souffleusen Anika Meyer und Sonja Westermann möglichst wenig zu tun bekommen. In der Maske passen Sandra Ludolph und Aileen Gewohn die Akteure optisch an die Rollen an.

Freitag Generalprobe

Zur offenen Generalprobe trifft sich die Theatergruppe am Freitag, 19. Januar, um 20 Uhr in den Ratsstuben. Mit dem Bühnenbau dort konnten Frank Westermann, Nils Meyer, Mathias Stiegemeyer, Janec Hofer, Bastian Bartels und Christian Klöcker erst am Sonntag nach dem Gastspiel der Heimatbühne Ibbenbüren beginnen. Seitdem haben die Schauspieler ihre reale Kulisse.

Feiern mit Ensemble und DJ

Freie Plätze gibt es noch bei vier Aufführungsterminen. „An allen Samstagen haben wir nach dem Theaterstück einen DJ und feiern mit den Besuchern weiter“, lädt Hartmut Meyer das Publikum ein, die Abende nach dem letzten Vorhang als Quasi-Abpfiff des Stücks mit einer fröhlichen Party ausklingen zu lassen.

Das ist noch möglich in den Ratsstuben am Samstag, 3. Februar, 20 Uhr, sowie im Gasthaus Thies in Hasbergen-Gaste an den Samstagen 24. Februar und 3. März, jeweils 20 Uhr. Karten gibt es bei Simone Stiegemeyer, Telefon 0160/1503734, und Nina Goda, Telefon 0171/7966838.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN