Auswärtsspiel in Paderborn NBBL-Team der Young Rasta Dragons vor Pflichtaufgabe

Von Bernard Middendorf

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Stark unter dem Korb: Radii Caisin könnte im Auswärtsspiel gegen die Uni Baskets Paderborn sein Comeback im Trikot der Young Rasta Dragons geben. Archivfoto: Rolf KamperStark unter dem Korb: Radii Caisin könnte im Auswärtsspiel gegen die Uni Baskets Paderborn sein Comeback im Trikot der Young Rasta Dragons geben. Archivfoto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die nächste NBBL-Hauptrundenbegegnung, der nächste Erfolg – so lässt sich die klare Erwartungshaltung vor dem Gastspiel der U-19-Basketballer der Young Rasta Dragons aus Quakenbrück und Vechta bei den Uni Baskets Paderborn (Samstag, 10. Februar, 16 Uhr) beschreiben.

Zwar sind die Gastgeber als Tabellenfünfter eigentlich noch nicht abgeschlagen, aber nach dem klaren 106:43-Hinspielsieg der Jungdrachen wäre alles andere als ein erneuter Erfolg für das Team von Trainer Florian Hartenstein eine faustdicke Überraschung.

Würden die Young Rasta Dragons ihre drittletzte Partie der Hauptrunde gegen die Ostwestfalen in der heimischen Arena austragen, sollte man das Resultat des ersten Viertels aus dem Hinspiel besser nicht erwähnen, um kein Desinteresse bei möglichen Zuschauern zu erzeugen: Mit 45:9 Punkten führten die Young Rasta Dragons am 19. November im Rasta Dome in Vechta nachnur zehn Minuten Nettospielzeit.

Genauso verblüffend allerdings verlief das zweite Viertel, das die jungen Drachen tatsächlich mit 8:13 verloren. Das ist mit „Tempo herausnehmen“, „Zügel schleifen lassen“ oder allzu plötzlichen Auswechselungen wohl kaum zu erklären. Absolute Unterforderung kann offensichtlich genauso lähmen wie ein früher Einbruch, der Widerstand der Paderborner ging ja anfangs gegen n ull.

Sehr beruhigend ist das nicht, denn es stellt sich mehr denn je die Frage, welcher Klub – außer Alba Berlin – die Drachen vor Beginn der Playoffs überhaupt noch vor ernsthafte Offensivprobleme stellen kann. Anspruchsvolle Gegner sind schwer zu finden. Zum Start der Playoffs warten im Achtelfinale mit Frankfurt, den Metropol Baskets Ruhr, Team Bonn/Rhöndorf oder der BBA Gießen 46ers sicherlich schlagbare Rivalen, sollte das Kooperationsteam von Artland Dragons und Rasta Vechta aber erwartungsgemäß das Viertelfinale erreichen, könnte der Leverkusener Nachwuchs auf dem Weg zum Top-4-Turnier in der Artland Arena in Quakenbrück schon eine größere Herausforderung werden.

Immerhin: Die Paderborner gewannen ihre letzten drei Spiele, und Florian Hartenstein muss weiter auf seinen verletzten Top-Scorer Danielius Lavrinovicius verzichten. Zu rechnen ist aber mit der Rückkehr von Radii Caisin, der nicht nur am Brett immer stärker wird und im Hinspiel unwiderstehliche Fastbreaks lief, für die er sich vorher selbst den Ball „besorgt“ hatte.


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