Vermarktung 2018 vorgesehen 35 neue Bauplätze in Wietmarschen-Lohne

Von Ludger Jungeblut


Wietmarschen. 35 Bauplätze sollen im Jahr 2018 den Bürgern im neuen Baugebiet „Feldschnieders II“ in Wietmarschen-Lohne angeboten werden. Eine entsprechende Vorplanung hat der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss in einer Sitzung in der Nebenstelle im Ortsteil Wietmarschen einstimmig gebilligt.

Bauamtsleiter Jörg Peters erläuterte Einzelheiten der Planung. Demnach grenzt das beabsichtigte Baugebiet, das zwischen Fledderstraße und Alter Diek liegt, direkt in westlicher Richtung an das vorhandene Baugebiet „Merschel II“ an. Die Zufahrten erfolgen von der Fledderstraße und vom Alten Diek. Es sollen 31 Einfamilienhäuser entstehen. Für den Mietwohnungsbau werden vier Grundstücke bereitgestellt. 18 Grundstücke sollen weniger als 600 Quadratmeter groß ausfallen. Da sich bereits ein Spielplatz im Baugebiet „Merschel II“ befindet, soll im neuen Baugebiet kein weiterer Spielplatz angelegt werden. Gehölzstreifen an der Fledderstraße und an der Straße Alter Diek bleiben im Eigentum der Gemeinde.

„Keine Probleme wegen Emissionen durch einen Bullenmaststall“

Mit Blick auf einen Bullenmaststall an der Straße Alter Diek sah Peters keine Probleme durch Emissionen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf ein entsprechendes Geruchsgutachten. Ein Hinweis auf den Stall solle aber in den Kaufverträgen aufgenommen werden. „Das dem Stall nächstgelegene Haus wird sich künftig etwa 50 Meter entfernt befinden“, sagte er unserer Redaktion. Da der Bauamtsleiter davon ausgeht, dass das Bauleitverfahren reibungslos über die Bühne geht, rechnet er mit einer Vermarktung der Grundstücke bereits im Sommer nächsten Jahres.

„Ein absolut positives Signal“

„Es ist ein absolut positives Signal, dass wir wieder Bauplätze in der Gemeinde anbieten können“, meinte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Wilfried Keuter (CDU) vor dem Hintergrund, dass es derzeit in Lohne überhaupt keinen freien Bauplatz und im Ortsteil Wietmarschen nur noch zwei freie Bauplätze gibt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann Nüsse appellierte an die Verwaltung, auch im näheren Ortsbereich von Lohne neue Baugebiete auszuweisen.

Erschließungsmaßnahmen beschlossen

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Ausschuss verschiedene Erschließungsmaßnahmen. Im einzelnen handelt es sich um den Endausbau für die Baugebiete „Merschel II“, 3. und 4. Bauabschnitt mit Kosten von rund 200.000 Euro und „Südlich Brookweg“, 7. Bauabschnitt mit Kosten von circa 100.000 Euro (Ausbau nur, wenn auf mindestens 80 Prozent der Bauplätze mit dem Bau begonnen wurde), um die Stieglitzstraße zwischen Westring und Storchenweg mit Kosten von etwa 100.000 Euro (die genaue Art des Ausbaus steht noch nicht fest), die Neugestaltung des Kreuzungsbereiches L 45/Böttcherstraße/Eichenstraße mit Installierung einer Ampelanlage (rund 500.000 Euro zuzüglich Ablösebetrag für zukünftige Unterhaltung) sowie um die Schaffung eines Radwegs an der Südseite der Straße Alter Diek zwischen dem Westring und dem neuen Baugebiet „Feldschnieders II.“

Bei Bedarf der Unternehmen weitere Erschließung von Gewerbeflächen

Für die Erschließung des 2,5 Hektar großen Gewerbegebietes „A 31 Wietmarschen-Lohne XIII“, das sich im Bereich der Raiffeisen-Tankstelle befindet, ist im Haushalt 2018 ein Betrag von 100.000 Euro vorgesehen. Die Resterschließung des sechs Hektar großen Gewerbegebietes „A 31 Wietmarschen-Lohne VI“ zwischen Westring und Hahnstraße schlägt mit 200.000 Euro zu Buche. Beide Maßnahmen werden laut Peters aber nur umgesetzt, wenn Unternehmen Bedarf für Flächen bekunden.

Markierung an der Kreuzung mit der B 213 vorgeschlagen

Positiv wurde die Anregung von Kerstin Börner (CDU) aufgenommen, an der Kreuzung Hammweg/B 213/Poststraße in Lohne Markierungen aufzubringen, damit Autofahrer nicht länger verunsichert sind, wie sie sich einzuordnen haben. Die Verwaltung will sich um eine Lösung des Problems kümmern.

Schulzentrum Lohne erhält Brandmeldeanlage

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, eine Fachfirma mit der Installierung einer Brandmeldeanlage (BMA) im Schulzentrum Lohne zu beauftragen. In Sachen Brandschutz arbeite die Gemeinde mit der Firma bereits zusammen, sagte Peters. Die Kosten für die BMA sowie weitere bauliche Maßnahmen einschließlich der Anbringung einer Außentreppe als zweitem Fluchtweg bezifferte er mit 100.000 Euro, die im Haushalt 2018 bereitgestellt werden sollen. Laut Peters sollen die Maßnahmen spätestens Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Zunehmende Umweltverschmutzung in Lohne

Ludger Welling (CDU) beklagte eine zunehmende Umweltverschmutzung in Lohne. Er finde immer wieder den Abfall eines Schnellrestaurants im Ort - selbst einige Kilometer vom Imbiss entfernt. Bürgermeister Manfred Wellen empfahl, die Umweltsünder direkt anzusprechen, wenn man Zeuge von deren Fehlverhalten werde.

Weitere Berichte aus der Gemeinde Wietmarschen finden Sie unter www.noz.de/lokales/lohne


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