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Mann ging plötzlich unter Badeunfall in Wietmarschen: 19-Jähriger im Krankenhaus verstorben

Von Ludger Jungeblut und Daniel Gonzalez-Tepper


lj/dgt Lohne. Bei einem Badeunfall auf dem Freizeitsee in Lohne in der Gemeinde Wietmarschen ist am Mittwochnachmittag ein 19-jähriger Mann aus Eritrea, der in Lingen wohnt, lebensgefährlich verletzt worden. Er ist am Abend im Krankenhaus verstorben.

Wie die Polizei Nordhorn am Abend mitteilte, musste der Mann vom Rettungsdienst unter Reanimationsbedingungen zum Bonifatius-Hospital nach Lingen gefahren werden. In einer weiteren Polizeimitteilung am Freitagmorgen heißt es, dass der 19-Jährige dort im Laufe des Abends verstorben ist.

Die polizeilichen Ermittlungen dauerten der Mitteilung zufolge bis in die Nachtstunden an. Rekonstruiert wurde folgender Ablauf: Der aus Eritrea stammende Mann, der in Lingen gemeldet war, befand sich demnach mit weiteren acht Freunden ab 16 Uhr am Lohner See. Der 19-Jährige begab sich dann alleine in Sichtweite seiner Freunde in den See und hielt sich zunächst im Nichtschwimmerbereich auf. Obwohl er nach übereinstimmenden Angaben seiner Begleiter Nichtschwimmer war, überschritt er um 16.25 Uhr die Trennlinie zum Schwimmerbereich.

Der See ist außerhalb des gekennzeichneten Badebereichs sehr tief. Zeugen konnten beobachten, dass er unvermittelt unterging und unter der Wasseroberfläche verschwand. Nach Bekanntwerden des Unglücksfalls eilten Rettungsdienst, DLRG, Feuerwehr und Polizei mit einem Großaufgebot zur Einsatzstelle. Das Gelände wurde abgesperrt. Ein starkes Gewitter behinderte die Arbeiten der Rettungskräfte.

30 Minuten nach Alarmierung geborgen

Eine halbe Stunde nach der Alarmierung gelang es den Rettungskräften, den jungen Eritreer zu bergen. Er wurde sofort reanimiert und unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus gefahren, wo er jedoch am frühen Abend verstarb, so die Polizei. Zur Betreuung der Begleitpersonen des Verunglückten wurde ein Notfallseelsorger eingesetzt. Die Polizei schließt Fremdverschulden als Unglücksursache aus und geht nach Bewertung aller Umstände von einem tragischen Badeunfall aus.

Erst am Dienstag hatte es am Dubbelausee, dem Badebereich der Alfsee-Anlagen in Rieste, ebenfalls einen Badeunfall gegeben. Dort war ein junger Mann ums Leben gekommen. Fest steht, dass der Mann einer mehr als zehnköpfigen Gruppe von jungen Flüchtlingen und Betreuern aus der Nähe von Bremen angehörte, die am Alfsee zusammen einige frei Tage verbringen wollte.


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