Gebäudekomplex entsteht 2016 19 neue Eigentumswohnungen in Wietmarschen-Lohne

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Über den Baufortschritt des Neubaues an der Ecke Hauptstraße/Friedensweg in Lohne freuen sich (von links) Bürgermeister Manfred Wellen, Bauunternehmer Ludwig Krämer und Architekt Klaus Susok. Foto: Ludger JungeblutÜber den Baufortschritt des Neubaues an der Ecke Hauptstraße/Friedensweg in Lohne freuen sich (von links) Bürgermeister Manfred Wellen, Bauunternehmer Ludwig Krämer und Architekt Klaus Susok. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. An der Hauptstraße in Lohne entsteht derzeit ein markantes Gebäude für 19 Eigentumswohnungen. Außerdem ist Platz für eine Gewerbeeinheit in dem Gebäudekomplex. Die Fertigstellung einschließlich Außenanlagen ist am 1. Juni 2016 vorgesehen.

Einzelheiten des Projekts erläuterten in einem Gespräch mit der Redaktion Architekt Klaus Susok vom Lingener Architekturbüro Krämer und Susok, der Geschäftsführer des Nordlohner Unternehmens Krämer Bau, Ludwig Krämer und Bürgermeister Manfred Wellen. Krämer zufolge belaufen sich die Kosten für das Projekt einschließlich Kauf des Grundstücks auf drei Millionen Euro.

Der Unternehmer hatte das etwa 1870 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke Hauptstraße/Friedensweg erworben. Das darauf befindliche alte Haus wurde im vorigen Jahr abgerissen. „Im Gespräch machte mir der damalige Bürgermeister Alfons Eling den Vorschlag, das Grundstück zum Bau von Eigentumswohnungen zu nutzen, weil hierfür ein großer Bedarf bestehe“, sagte Krämer und fügte hinzu: „Gerade ältere Menschen, die in Einfamilienhäusern mit großen Gärten wohnen, möchten ihre Immobilie gerne aufgeben und zentrumsnah in Eigentumswohnungen wohnen, um die Versorgungseinrichtungen schnell erreichen zu können.“

Wohnen ohne Rasenmäher

Diese Einschätzung teilte Bürgermeister Wellen. „Wohnen ohne Rasenmäher“ fasste er den Wunsch vieler Senioren zusammen, mit zunehmendem Alter nicht mehr mit der aufwendigen Gartenarbeit belastet zu werden. Bereits in den 90er Jahren hätten sich Rat und Verwaltung der Gemeinde Wietmarschen darauf verständigt, an der Hauptstraße die Nachverdichtung voranzutreiben und dies auch in der Bauleitplanung festzuschreiben. „Seitdem ist die Zwei- beziehungsweise Dreigeschossigkeit bei Neubauten zwingend vorgeschrieben“, betonte Wellen. Im Gespräch mit unserer Redaktion kritisierten Lohner Bürger allerdings die Größe des Baukörpers.

Bauvolumen hätte größer sein können

Ludwig Krämer verwies darauf, dass er als Privatperson das Architekturbüro Krämer und Susok mit der Verwirklichung des Projektes beauftragt habe. Nach den Worten von Klaus Susok werden die baurechtlichen Möglichkeiten des zweigeschossigen Baues zuzüglich eines Dachgeschosses, da es kein Vollgeschoss ist, nicht voll genutzt. „Bei Ausschöpfung der Grundflächenzahl beziehungsweise der Geschossflächenzahl hätte das Bauvolumen um 20 Prozent größer sein können“, erläuterte der Architekt. Dann hätte man allerdings eine Tiefgarage bauen müssen, um die notwendige Anzahl von Stellplätzen vorzuhalten. Susok teilte mit, dass sich die geplanten 20 Einstellplätze größtenteils im Innenbereich des abgewinkelten Baukörpers befinden. Für Grünflächen und nicht versiegelte Flächen werde Sorge getragen; es bleiben nach seinen Worten über 30 Prozent der Grundstücksfläche unbebaut und unversiegelt.

Alle Wohnungen barrriefrei

Krämer hob hervor, dass man bei den Planungen Rücksicht auf die Häuser der Nachbarn genommen habe, indem die Bebauung gegenüber einer Garage eines Nachbarn an der Grundstücksgrenze um 4,50 Meter zurückgesetzt worden sei. Durch den Standort des Neubaus sei die Beschattung von Nachbarhäusern weitgehend ausgeschlossen, sagte der Bauunternehmer. Nach seinen Worten werden die restlichen Wohnungen, die größtenteils 80 – 90 Quadratmeter groß sind, in den nächsten Wochen verkauft. „Alle Wohnungen sind barrierefrei und zwei von ihnen werden behindertengerecht gestaltet.“ Eingerichtet werde auch ein Aufzug. Mit Ausnahme eines Fahrradkellers und eines Raumes für Waschmaschinen seien aber keine Gemeinschaftseinrichtungen vorgesehen.

Susok freute sich, dass die Bio-Energie Kortenberken GmbH den Wärmebedarf in dem Neubau durch das am Schulzentrum installierte Blockheizkraftwerk abdecken wird, sodass die Vorgabe des Gesetzgebers, regenerative Energien bei Neubauten zu nutzen, erfüllt wird.

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