Haus Sillies in Wietmarschen erworben Vermietungskonzept für Matthiasstift verabschiedet

Von Ludger Jungeblut

Das ehrwürdige Matthiasstift in Wietmarschen wird mit einem neuen Pflegekonzept weitergeführt. Foto: Ludger JungeblutDas ehrwürdige Matthiasstift in Wietmarschen wird mit einem neuen Pflegekonzept weitergeführt. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Der Aufsichtsrat der St. Matthiasstift Immobilien GmbH hat in der jüngsten Sitzung einmütig beschlossen, das direkt neben dem Matthiasstift stehende Haus Sillies zu erwerben. Das teilte am Dienstag Geschäftsführer Alfons Eling unserer Redaktion mit.

Weil der Eigentümer vor einem Jahr starb, steht das Haus seitdem leer. Eling: „Der Aufsichtsrat hat die Chance genutzt, durch den Erwerb dieses Hauses eine Arrondierung des Gesamtareals zu erreichen. Darüber hinaus kann auf dem erworbenen Grundstück ein zusätzlicher, wünschenswerter Zugang zur Lingener Straße geschaffen werden.“ Der Erwerb eröffnet nach seinen Worten zusätzliche Optionen zu einer eventuell späteren Erweiterung des Hauses. Die Finanzierung sei der GmbH dank der Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde Wietmarschen (aus dem Mehrerlös des Grundstücksverkaufs) und der politischen Gemeinde wesentlich erleichtert worden.

Die St. Matthiasstift Immobilien GmbH wird dem Geschäftsführer zufolge das erworbene Gebäude zunächst für einige Jahre an die Gemeinde Wietmarschen zwecks Unterbringung von Asylbewerbern vermieten und erhält dadurch noch eine zusätzlich Einnahmequelle aus der Miete, die zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit des Gesamtbetriebes führt.

Weiter teilte Eling mit, dass zum 1. September Laurenz Wübbels die Aufgaben eines Hausmeisters für das Matthiasstift und für das Objekt „Baus Blick 9“ im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung übernehmen wird.

Ferner hat der Aufsichtsrat ein Vermietungskonzept für das Gesamtareal des Matthiasstiftes und das Objekt „Baus Blick 9“ verabschiedet.

Der Geschäftsführer: „Grundlage des Konzeptes ist eine Kaltmiete in Höhe von sechs Euro pro Quadratmeter für die Wohngemeinschaften im 1997-er Bauabschnitt, aber auch für die Wohnungen im Haus Benedicta (Betreutes Wohnen). Die Flächen der Gemeinschaftsräume werden in die Berechnung einbezogen.“ Nach Elings Worten werden die Nebenkosten werden pauschaliert. Auch die Stromkosten sind Bestandteil der Nebenkosten.

So wird also beispielsweise eine Zwei-Zimmerwohnung mit eingebauter Küche und behindertengerechtem getrennten Bad in der Größe von 30 Quadratmeter künftig einschließlich Heizung, Strom und sonstiger Nebenkosten 276 Euro pro Monat kosten.

„Für nahezu alle Wohnungen liegen die Mieten im Rahmen der von den Sozialämtern anerkannten Mietobergrenzen“, betonte der Geschäftsführer und fügte hinzu: „Für alle Bewohner kann eine Pflege und Betreuung individuell angeboten werden. Es werden nur Leistungen abgerechnet, die auch tatsächlich in Anspruch genommen werden“.

Im Haus „Baus Blick 9“ werden die dort in drei Geschossen vorhandenen zwölf Wohnungen wie bisher für 6,50 Euro pro Quadratmeter kalt vermietet. Die Nebenkosten werden laut Eling als Vorauszahlungen erhoben und nach Ablauf des Jahres endgültig abgerechnet. Stromkosten sind direkt mit dem Stromversorger abzurechnen. Eine Betreuung kann mit der Pflege St. Elisabeth Lohne gGmbH vereinbart werden.