1000 Zuschauer an der Strecke Schweizer gewinnen 14. Lohner Mofarennen

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part Wietmarschen. Die Sieger der 14. Auflage des Lohner Mofarennens kommen aus der Schweiz: Die Eidgenossen von „Swiss ADR“ haben am Samstag das Fahrerfeld im „Kottenbarken-Motodrom“ dominiert und als erstes Team nach 300 Runden die Ziellinie überquert. Etwa 1000 Zuschauern wurden Zeuge eines großen Rennspektakels.

Was sich zu Rennbeginn nach und nach herauskristallisierte, sollte am Ende auch tatsächlich so eintreffen: Die Siegesserie vom Team „Zündapp Neuschoo“ wurde bei der 14. Auflage des Lohner Mofarennens endgültig unterbrochen. Die Motorsportler um ihren Ausnahmefahrer Axel Johanssen klettern zwar auf das Podium, verpassten mit dem Erreichen des dritten Platzes allerdings den sechsten Gesamtsieg in Folge. Stattdessen geht der Wanderpokal zum ersten Mal in die Schweiz. Im fünften Anlauf hat es für Michael Aregger, James Aregger und Simon Wapf vom Team „Swiss ADR“ endlich geklappt. Sie verwiesen die Lokalmatadoren vom „RT Trinity“ auf den zweiten Rang.

Doch der Reihe nach: Den Startschuss für das Rennen gab in diesem Jahr zum ersten Mal Manfred Wellen als Bürgermeister von Wietmarschen. Als der Knall pünktlich gegen 16 Uhr ertönt, sprinteten die Fahrer unter anfeuernden Rufen aus dem Publikum im „Le-Mans“-Stil zu ihren Mofas und stürzten sich auf anhieb mit Vollgas durch die ersten Kurven.

Es dauert nicht lange, da gab es unter den Zuschauern bereits den ersten Aufschrei. Im „Senna-S“ kam es zu einem kleinen Crash, als sich die Räder zweier Rennmofas berührten. „Nichts passiert. Das war lange nicht so dramatisch, wie es aussah“, beschwichtigte Kommentator André Altenschulte allerdings umgehend bei seiner Premiere am Mikrofon. Trotzdem musste für einen kurzen Moment das Safety-Mofa auf die Rennstrecke – die Freiwillige Feuerwehr Lohne rückte in der Zwischenzeit an, um das ausgelaufene Motoröl an der Gefahrenstelle zu binden.

Auch im weiteren Verlauf des Rennens knallte es an den verschiedensten Stellen auf der Rennstrecke. Die Fahrer schenkten sich nichts, auf dem Asphalt wurde um jeden Millimeter gekämpft. Beeindruckend, wie sie förmlich durch die einzelnen Kurven des Rundkurses flogen und sich dabei teilweise zu spektakulären Überholmanövern hinreißen ließen.

Bis zur 150. Runde kamen die Mofas immer wieder zum Tausch in die Boxengasse, denn am Ende des Rennens mussten alle Fahrer aus den dreiköpfigen Teams jeweils mindestens 50 Runden absolviert haben. Das Fahren am Limit hinterließ Spuren: So segneten mehrere Zweiräder das Zeitliche. Auch einige Reparaturen, die die Teams während des Rennens im Fahrlager vornahmen, konnten das Aus nicht verhindern. Der Fleiß und viele Stunden, die im Vorfeld für das Rennen investiert wurden, hatten sich nicht ausgezahlt.

Als eines von wenigen Teams blieb der spätere Gewinner „Swiss ADR“ von größeren Problemen verschont. Gegen Ende des Rennens hatten sich die Schweizer einen komfortablen Vorsprung herausgefahren. Voller Euphorie überquerten sie nach über zwei Stunden als erstes Team die Ziellinie. Ausgelassen knallten die Sektkorken bei der Übergabe des Wanderpokals. Den Sonderpreis „Spektakulärster Unfall“ sicherte sich Martin Vogt (SRT). Die Preise „Best of Entertainment“ und „Schnellste Rennrunde“ ging ebenfalls an die Schweizer.

Die Organisation der 14. Auflage des Lohner Mofarennens und des dazugehörigen Rahmenprogramms wussten wieder einmal zu überzeugen. Die Mitglieder vom Verein „2-Takt-Motorsport-Lohne“ haben alles gegeben, um den vielen Zuschauern an der Strecke einen gelungenen Renntag zu bieten.

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