Jahresrückblick Wietmarschen Alfons Eling wird weiter gebraucht



Wietmarschen. Seit dem 1. November ist der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Wietmarschen, Alfons Eling, in Ruhestand, doch die Kommune braucht den 68-Jährigen weiterhin. Das weiß auch sein Nachfolger Manfred Wellen (ebenfalls CDU). Natürlich fragt er Eling bei wichtigen Angelegenheiten um dessen Rat.

Das ist auch vernünftig, denn im neuen Jahr gilt es vor allem, eine juristisch wasserdichte Lösung für einen erneuten Betrieb im Matthiasstift im Ortsteil Wietmarschen zu finden. Hierfür wird Elings Kompetenz gebraucht. Er wird sich weiterhin in einem Arbeitskreis engagieren, damit eine gute Nachfolgelösung greift, nachdem der Caritasverband am 31. März die Schließung des Altenpflegeheims aus wirtschaftlichen Gründen ankündigte und zum 30. September auch durchsetzte. Der Protestzug von rund 1000 Menschen in Wietmarschen war vergeblich geblieben. Inzwischen legte der Pflegedienstleiter der Sozialstation Lohne/Wietmarschen, Ludger Wübben, ein Konzept für eine Nachfolgelösung vor. Es sieht die Bildung von Wohngruppen vor, deren Mitglieder verschiedene Leistungen – auch im pflegerischen Bereich – anfordern können.

Geprägt war das zu Ende gehende Jahr des Weiteren vom Bürgermeisterwahlkampf. Neben Manfred Wellen traten an: Bernhard Mentgen (SPD), Johann Kuipers (FDP) und Jürgen Menger (unabhängig).

Klarer Sieger der Wahl, die am 25. Mai stattfand, war Manfred Wellen. Der jetzt 40-jährige Diplom-Verwaltungswirt aus Lohne, der zuvor vier Jahre das Bürgermeisterbüro in Nordhorn geleitet hatte, verbuchte 65,24 Prozent der Stimmen und ließ damit seine drei Konkurrenten weit hinter sich.

Die Gemeinde Wietmarschen verabschiedete Alfons Eling am 31. Oktober mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Festplatz bei der Mehrzweckhalle in Lohne. Seit 1982 war Eling, der aus Nordlohne stammt, Gemeindedirektor und seit 2001 hauptamtlicher Bürgermeister. Wie kein anderer formte er mit großem Fleiß die Gemeinde. Gespannt sind die Bürger, wie es Manfred Wellen und seinem Team gelingt, die Erfolgsgeschichte der Gemeinde Wietmarschen fortzusetzen. Seine Kolleginnen und Kollegen haben versichert, ihn bei den vielfältigen Aufgaben tatkräftig zu unterstützen.

Leider blieben der Gemeinde 2014 Unglücksfälle nicht erspart. Am 5. August ertrank ein 76-Jähriger im Lohner Freizeitsee. Großes Glück hatten hingegen die Menschen in einer Flüchtlingsunterkunft in Lohne, die am 16. September in Flammen aufging. Die Männer konnten sich nachts rechtzeitig retten. Der Brand war in der Küche entstanden.

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