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Immobilie soll übertragen werden Gemeinde will Matthiasstift in Wietmarschen halten

Von Ludger Jungeblut

Als ein Herzstück von Wietmarschen gilt das Matthiasstift in Wietmarschen. Foto: Ludger JungeblutAls ein Herzstück von Wietmarschen gilt das Matthiasstift in Wietmarschen. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Der frühere Bürgermeister von Wietmarschen, Alfons Eling, hofft, dass die Immobilie des Matthiasstiftes bis zum 31. Dezember auf eine noch zu gründende Matthiasstift GmbH übertragen wird.

Seit dem 30. September steht das Altenpflegeheim leer; es war zuletzt vom Caritasverband für die Diözese Osnabrück betrieben worden. Lediglich das angrenzende „Haus Benedicta“ (Betreutes Wohnen) wird mit fünf Mietern fortgeführt.

„Die Übernahmeverhandlungen für die Immobilie konnten bislang noch nicht abgeschlossen werden, da schwierige juristische Probleme zu lösen sind“, erklärte Eling am Mittwoch gegenüber unserer Redaktion. Die Gemeinde hatte ihn gebeten, sich nach dem Ausscheiden aus dem Amt am 1. November für die weitere Nutzung des Matthiasstiftes mit neuem Konzept zu engagieren.

Arbeitskreis erarbeitet Konzept

Eling zufolge sollte die Übertragung der Immobilie bereits zum 30. September erfolgen: „Die beiden katholischen Kirchengemeinden Lohne und Wietmarschen sowie die politische Gemeinde stehen zu ihrer Zusage, die Immobilie in einer neu zu gründenden GmbH zu übernehmen und sich für die Fortführung des Hauses finanziell erheblich zu engagieren.“ Nach seinen Angaben wurde inzwischen in einem Arbeitskreis, dem auch Vertreter des Bistums angehören, ein neues Konzept für pflegerische Leistungen erarbeitet. Diese sollen maßgeblich von der Sozialstation Lohne/Wietmarschen erbracht werden. Eling bewertete die vom Pflegedienstleiter der Sozialstation, Ludger Wübben, vorgestellten Überlegungen als überzeugend. Diese sehen die Bildung von Wohngemeinschaften vor. Die Bewohner fordern je nach Bedarf verschiedene Dienstleistungen an. Im Einzelfall wird auch eine Vollpflege ermöglicht.

„Oberste Priorität“

Eling: „ Den Bewohnern wird auf diese Weise auch die Möglichkeit eingeräumt, einige Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Zimmer aufzuräumen, selbst zu verrichten. Die Selbstbestimmung der Bewohner wird deutlich gestärkt.“ Dieses neue Modell werde bereits in Einrichtungen im Raum Münster erfolgreich praktiziert, betonte er.

Elings Einschätzung teilten auch der neue Bürgermeister Manfred Wellen sowie dessen Stellvertreter Heinz Welling und Johannes Osseforth. Sie zeigten sich optimistisch, dass ein tragfähiges Finanzierungsmodell entwickelt werde. „Eine Wiederöffnung des Matthiasstiftes mit einem neuen Konzept im neuen Jahr hat für mich oberste Priorität“, unterstrich Wellen.

Der Arbeitskreis „Matthiasstift“ trifft sich am Donnerstag nächster Woche, 4. Dezember, zu seiner nächsten Sitzung.

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