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Jahrzehntelanger Einsatz Wietmarschen dankt Alfons Eling

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Wietmarschen. Die Gemeinde Wietmarschen hat am Freitagabend ihren Bürgermeister Alfons Eling mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet und auf diese Weise dessen jahrzehntelangen Einsatz für die Kommune gewürdigt. Zuvor hatten die rund 180 Gäste dem 68-Jährigen in der Mehrzweckhalle in Lohne minutenlang applaudiert. Am Montag tritt der neue Bürgermeister Manfred Wellen sein Amt an.

An dem Großen Zapfenstreich zu Ehren von Eling auf dem Platz vor der Mehrzweckhalle wirkten neben den drei Feuerwehren der Gemeinde der Musikverein Wietmarschen sowie die Klangfabrik Lohne mit. Eling leitete 32 Jahre die Geschicke der Gemeinde – zunächst als Gemeindedirektor und ab 2001 als hauptamtlicher Bürgermeister. Bei seiner Verabschiedung verzichtete der Christdemokrat auf persönliche Geschenke und bat um eine Unterstützung für die Kapelle in der Wallfahrtskirche Wietmarschen.

In seiner Laudatio erinnerte der stellvertretende Bürgermeister Heinz Welling an das Sprichwort „Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann“, um dann festzustellen: „Du, lieber Alfons, hast es aber zumindest sehr vielen Menschen recht gemacht. Du warst täglich, oft bis in die Nachtstunden, im Rathaus.“ Bei nahezu allen Sitzungen sei er präsent gewesen.

Welling verwies darauf, dass sich unter Elings Leitung alle Ortsteile der Gemeinde hervorragend entwickelt haben. Durch Verlässlichkeit, Verhandlungsgeschick und Hartnäckigkeit habe er zum Wohl der Kommune gewirkt. „Die Gemeinde Wietmarschen ist sein Lebenswerk“, betonte Welling und fügte hinzu: „Die Gemeinde ist froh und glücklich, Dich als Verwaltungschef und Bürgermeister gehabt zu haben.“ Ganz herzlich bedankte er sich bei Ehefrau Christel für die Unterstützung ihres Mannes: „Ohne die Unterstützung der Familie kann man nicht so viele Jahre erfolgreich die Amtsgeschäfte führen.“

Landrat Friedrich Kethorn würdigte Elings Lebensleistung mit den Worten: „Du bist das Gesicht Wietmarschens, Du bist sein Pulsgeber und sein Motor. Das künftige Wietmarschen wird ein anderes sein.“ Der Bürgermeister habe als Spielführer des „Teams Wietmarschen“ einen richtig guten Job gemacht. Die Gemeinde sei aufgeblüht und habe sich prächtig entwickelt. Mit seinem persönlichen Stil habe Eling seiner Heimatgemeinde ein menschliches Antlitz verliehen. Kethorn zufolge war Eling der dienstälteste Hauptverwaltungsbeamte im Landkreis Grafschaft Bentheim. „Sein enormes Fachwissen, seine natürliche Autorität und seine Persönlichkeit verliehen ihm im Kreis der Bürgermeister die Rolle eines Meinungsführers und Meinungsmachers.“ Der Kreisvorsitzende des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Johann Diekjakobs, und SG-Bürgermeister Herbert Koers aus Uelsen dankten Eling für dessen Einsatz als Kreisgeschäftsführer von 2000 bis 2007 und überreichten die Silberne Ehrennadel und eine Urkunde.

Erster Gemeinderat Martin Osseforth hob den immensen Arbeitseinsatz von Eling hervor: „Wir haben immer einen verlässlichen Chef gehabt, der uns auch nach außen hin den Rücken frei gehalten hat.“ Selbst Rippenbrüche und Zahn-OPs hätten ihn nicht davon abgehalten, seinen Dienst im Rathaus zu verrichten. Auch in den Grußworten von Dechant Gerhard Voßhage als Vertreter der Kirchen, der Schulleiter sowie des Personalratsvorsitzenden und Gemeindebrandmeisters Reinhold Bramkamp kam die große Wertschätzung für den Bürgermeister zum Ausdruck.

Alfons Eling nahm die Verabschiedung zum Anlass, um sich bei vielen Menschen für die Unterstützung zu bedanken. Als Resümee stellte er fest: „Die Gemeinde Wietmarschen hat sich in den letzten Jahrzehnten zwischen den Städten Lingen und Nordhorn nicht nur behauptet, sondern so stark entwickelt, dass niemand mehr ernsthaft die Existenz dieser Gemeinde infrage stellen kann.“ Seinem Nachfolger Manfred Wellen wünschte er eine glückliche Hand bei den künftigen Aufgaben.

Gleich im Ruhestand wird der 68-Jährige mit seiner Frau einen ganz wichtigen Termin wahrnehmen und dafür zur Familie des ältesten Sohnes reisen: Am Mittwoch ist das zweite Enkelkind, ein Junge, zur Welt gekommen.

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