Förderverein im Gespräch Weiter Ringen um das Matthias-Stift in Wietmarschen

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Alles versucht hat der Caritasverband, um das Matthias-Stift in Wietmarschen weiterzuführen. Das versicherten (von links) Justiziar Werner Negwer, der Vorsitzende des Caritasrates, Gerrit Schulte, und Caritasdirektor Franz Loth. Foto: Ludger JungeblutAlles versucht hat der Caritasverband, um das Matthias-Stift in Wietmarschen weiterzuführen. Das versicherten (von links) Justiziar Werner Negwer, der Vorsitzende des Caritasrates, Gerrit Schulte, und Caritasdirektor Franz Loth. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Der Schützenverein Wietmarschen ergreift die Initiative zur möglichen Gründung eines Fördervereins für das örtliche Matthias-Stift.

Der Schützenverein lädt einer Pressemitteilung zufolge alle interessierten Bürger aus Wietmarschen und Umgebung, Vertreter der anderen Wietmarscher Verbände und Vereine sowie alle, die sich für den Erhalt des Matthias-Stiftes einsetzen möchten, zu einer Orientierungsversammlung am Dienstag, 22. April, um 20 Uhr in den Saal Quaing, Schulstraße 29, in Wietmarschen ein. Ziel dieser Zusammenkunft soll es sein, über die Arbeit eines möglichen Fördervereins zu informieren und festzustellen, inwieweit Interesse an einer Gründung besteht. Die Vereinsgründung ist an diesem Termin noch nicht vorgesehen.

Caritasdirektor Franz Loth, der Vorsitzende des Caritasrates, Gerrit Schulte, und Justiziar Werner Negwer vertraten in einem Pressegespräch am Donnerstag die Meinung, dass es unfair sei, allein dem Caritasverband die Verantwortung für die Schließung des Matthias-Stiftes zum 30. September zuzuschieben. Bürgermeister Alfons Eling sei immer über die schwierige wirtschaftliche Lage informiert gewesen, sagte der Caritasdirektor. Loth: „Wir müssen alle verbal abrüsten, damit wir bei dem von uns am 23. April terminierten Gespräch mit Vertretern des Landkreises, des Bistums, der politischen Gemeinde, der Kirchengemeinden und den Landtagsabgeordneten Ergebnisse erzielen.“

Loth bestätigte, dass in Nordhorn vonseiten der dortigen katholischen Kirchengemeinden der Wunsch an die Caritas herangetragen worden sei, eine Altenpflegeeinrichtung auf dem Gelände des früheren Marienkrankenhauses zu errichten. Dies stehe aber in keinem Zusammenhang mit dem Matthiasstift, da eine Entscheidung in Nordhorn noch offen sei, sagte der Caritasdirektor.

Ute Sommer, Leiterin des Caritas-Geschäftsbereiches Altenhilfe und -pflege, teilte mit, dass von den derzeit 55 Bewohnern des Matthias-Stiftes 22 aus der Gemeinde Wietmarschen kommen. In enger Abstimmung mit den Angehörigen versuche die Caritas, die Bewohner in andere Heime zu vermitteln. „In der Grafschaft Bentheim stehen derzeit 62 nicht besetzte Pflegeplätze zur Verfügung.“ Auch mit den Mitarbeiterinnen werden laut Sommer derzeit intensive Gespräche geführt. Fachkräfte in der Altenpflege würden überall gesucht. Schwieriger sei zum Beispiel die Vermittlung von Mitarbeiterinnen in der Küche.

Bürgermeister Alfons Eling unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit, unter Einbeziehung aller Beteiligten vor allem im Interesse der Bewohner und der Mitarbeiterinnen zu den bestmöglichen Lösungen in der schwierigen Situation zu kommen. Er betonte, dass die Gemeinde derzeit Gespräche mit Investoren mit dem Ziel führe, einen Großteil an Pflegeplätzen zu erhalten. „Denkbar ist aber auch, dass ein Teil des Gebäudes für die Tagespflege und Betreutes Wohnen verwendet wird.“

Sollten diese Gespräche nicht zum Erfolg führen, müssten Kirche, Bürger, Landkreis Grafschaft Bentheim und die politische Gemeinde gemeinsam überlegen, was mit der Immobilie passieren solle, sagte Eling. Es bleibe abzuwarten, ob Caritas und Bistum sich auch von dem Gebäude trennen wollten. „Nur dann können mit Folgeinteressenten Gespräche geführt werden“, unterstrich der Bürgermeister.

Ausführlich begründet die Caritas im Internet, weshalb sie das Matthiasstift zum 30.September schließen will.

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