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Große Empörung über Vandalismus Neue Figuren für den Glaubensweg von Lohne nach Wietmarschen

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Wietmarschen. Die von unbekannten Tätern gestohlenen bzw. beschädigten Figuren des „Glaubensweges“ zum Thema Seligpreisungen zwischen Lohne und Wietmarschen sollen erneuert werden. Das hat Dechant Gerhard Voßhage von der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Apostel Wietmarschen gegenüber unserer Zeitung angekündigt.

Nach Polizeiangaben hatten die Täter vermutlich am 30. April oder am 1. Mai Figuren der Stationen 2 und 5, die auf Blöcken aus Bentheimer Sandstein befestigt waren, herausgebrochen und gestohlen. An der Station 3 wurde eine Figur beschädigt.

Dechant Voßhage schätzte den Schaden auf 3300 Euro. „Wir sind erschüttert über diesen sinnlosen Vandalismus“, sagte er. Besonders verwerflich sei es, dass sich die Zerstörung gegen Kunstwerke richte und die religiösen Gefühle der Menschen verletzt würden. Hinzu komme, dass der entlang der Straße „Alter Diek“ aus acht Stationen bestehende Glaubensweg einzigartig sei und viele Menschen anziehe. „Selbst aus Süddeutschland kommen die Besucher.“

Der Pastor der katholischen St.-Antonius-Gemeinde Lohne, Reinhard Trimpe, verwies darauf, dass der „Glaubensweg“ Teil des öffentlichen Raumes sei und deshalb alle dazu aufgerufen seien, die Kunstwerke zu schützen.

Der Wallfahrtsverein Wietmarschen, dem der Glaubensweg ein Herzensanliegen ist, drückte in einer Stellungnahme seinen Abscheu über die Tat aus. Der Vorstand fragte: „Was stört Menschen an den Werken des Glaubensweges, dass sie diese zerstören? Warum hatten die Täter keine Achtung vor den Werken und dem Gedankengut anderer Menschen?“

Auch Bürgermeister Alfons Eling hob die Bedeutung des Glaubensweges für viele Menschen hervor. „Nicht nur laut und schnell wie zum Beispiel die A31, sondern leise und nachdenklich: So führt uns der Glaubensweg von Lohne nach Wietmarschen. Er verbindet auf tiefreligiöse Weise unsere Ortsteile miteinander. Dieser Wallfahrtsweg hat durch die eindrucksvollen Kunstwerke der einzelnen Stationen überregionale Bedeutung gewonnen.“

Der Osnabrücker Künstler Dominikus Witte, der die Bronzefiguren im Sandgussverfahren schuf, sagte gegenüber unserer Zeitung, dass ihm die Zerstörungen sehr wehgetan hätten. Dennoch wolle er sich nicht entmutigen lassen. „Ich besitze noch die Gipsmodelle, sodass sich die Figuren relativ leicht wieder herstellen lassen.“ Nach Angaben des Dechanten wurde die im November 2011 gestohlene Figur (Musiker) der Station 6 inzwischen mit Kosten von 1700 Euro erneuert. Um die neuen Figuren finanzieren zu können, bittet die Kirchengemeinde St. Johannes um Spenden auf das Konto 4505004001 bei der Volksbank Lingen, Bankleitzahl 26660060.

Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei unter 0591/87771 entgegen


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