An einigen Stellen Biozideinsatz Gezielte Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Wietmarschen

Der Eichenprozessionsspinner ist in unserer Region weiter auf dem Vormarsch. Foto: Petra EgbersDer Eichenprozessionsspinner ist in unserer Region weiter auf dem Vormarsch. Foto: Petra Egbers
Petra Egbers

Wietmarschen. Die Gemeinde Wietmarschen bereitet sich auf ein erhöhtes Auftreten des Eichenprozessionsspinners (EPS) vor. Darauf hat Bauamtsleiter Jörg Peters in einer Pressemitteilung verwiesen.

Ludger Jungeblut
Auch Baumfallen werden zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Wietmarschen verwendet. Foto: Gemeinde Wietmarschen

"Nach 33 dokumentierten Fällen im Jahr 2018 waren es 2019 schon 67 Bereiche, in denen ein Befall mit dem EPS zu verzeichnen war", teilte Peters mit. Auch aufgrund der hohen Temperaturen im Winter müsse von einer deutlichen Zunahme für 2020 ausgegangen werden. 

Die Gemeinde Wietmarschen hat an der kreisweiten Projektgruppe EPS teilgenommen. In dieser wurde eine einheitliche Kategorisierung abgesprochen, die im Grundsatz der im Jahr 2019 durch die Gemeinde Wietmarschen beschlossenen Einteilung entspricht. Diese Einteilung in vier Kategorien reicht von stark frequentierten Bereichen (zum Beispiel Schulen) bis zu Bäumen, die weit entfernt stehen von Siedlungen, Wegen oder Plätzen.

Für Absaugungen hat sich die Gemeinde Wietmarschen bereits die Dienste der Firma Groß aus Lengerich gesichert, die nach Darstellung des Bauamtsleiters bereits erfolgreich für die Kommune im Einsatz war. Durch die Firma wird 2020 erstmalig an ausgewählten Standorten ein Biozid eingesetzt. Peters: "Dieser Einsatz kann nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen in puncto Witterung und Larvenstadium erfolgen und wurde bereits in einigen emsländischen Kommunen mit Erfolg angewandt." Zudem kommen Baumfallen zum Einsatz, Schilder weisen auf EPS-Befall hin.

Sehr erfreulich aus Sicht der Gemeinde sind private Maßnahmen, zum Beispiel in Form des Nistkastenbaues für die natürlichen Fressfeinde. "Auch diese Maßnahmen werden ihren Beitrag bei der Bekämpfung des EPS leisten", lobte Peters. Er empfahl allen privaten Grundstückseigentümern,  entsprechend der genannten Kategorien bei einem Raupenbefall ein Fachunternehmen mit der Entfernung der Nester zu beauftragen.


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