Führung mit Andreas Eiynck Exponate aus sieben Jahrhunderten Wietmarscher Geschichte.

Unter dem Motto „Museum besucht Museum“ präsentiert der Lingener Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck am Sonntag ausgewählte Dokumente und Kunstwerke im Stifts- und Wallfahrtsmuseums in Wietmarschen. Foto: Heimatverein WietmarschenUnter dem Motto „Museum besucht Museum“ präsentiert der Lingener Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck am Sonntag ausgewählte Dokumente und Kunstwerke im Stifts- und Wallfahrtsmuseums in Wietmarschen. Foto: Heimatverein Wietmarschen

Wietmarschen. Zu einer Gastführung mit Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck aus Lingen laden der Heimatverein und die Kirchengemeinde Wietmarschen am Sonntag 20. Oktober, um 15 Uhr in das Stifts- und Wallfahrtsmuseum neben der Kirche in Wietmarschen ein. Der Kunstexperte präsentiert dabei ausgewählte Dokumente und herausragende Exponate aus sieben Jahrhunderten Wietmarscher Geschichte.

Seit 2017 präsentiert sich das Stifts- und Wallfahrtsmuseum im früheren Verwalterhaus des Klosters Wietmarschen in neuem Gewand. Über viele Jahrzehnte haben die Kirchengemeinde und der Heimatverein hier Schätze aus der früheren Stiftskirche und dem einstigen Kloster Wietmarschen zusammengetragen. Darunter befinden sich wertvolle Skulpturen und Gemälde, aber auch persönliche Erinnerungsstücke an einstige Stiftsdamen, die hier im Umfeld der Kirche als fromme Frauen residierten. 

Archäologische Funde

Die archäologischen Funde, die größtenteils bei Bauarbeiten in der Kirche und auf dem früheren Stiftsgelände entdeckt wurden, reichen bis in das Mittelalter zurück. Einige der Stücke stammen aus dem kirchlichen Bereich, andere aus den Haushalten der Stiftsdamen. Manche Artefakte sind sogar mit deren Adelswappen geschmückt. So bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Klosters und Stiftes Wietmarschen von der Gründung 1152 bis zu seiner Auflösung vor gut 200 Jahren.

Künstlermodelle

Ein weiterer Ausstellungsraum zeigt das Schicksal von Kirche und Stiftsgebäuden im 19. Jahrhundert sowie die Wiederbelebung der Wietmarscher Wallfahrt nach dem Ersten Weltkrieg durch Dechant Rosemann und Bischof Wilhelm Berning. Hier befinden sich auch die vom Osnabrücker Bildhauer Dominikus Witte gestalteten Künstlermodelle für die Stationen des Wallfahrtsweges von Lohne nach Wietmarschen, in denen die biblischen Seligpreisungen thematisiert werden. 

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.


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