Ausstellung zur Gebietsreform Heftige Konflikte zwischen Schepsdorf-Lohne und Lingen

Viele Jahrhunderte bildeten Schepsdorf und Lohne eine Gemeinde. Im Zuge der Gemeinde- und Gebietsreforrm wurde die Kommune auseinander gerissen. Foto: Gemeinde WietmarschenViele Jahrhunderte bildeten Schepsdorf und Lohne eine Gemeinde. Im Zuge der Gemeinde- und Gebietsreforrm wurde die Kommune auseinander gerissen. Foto: Gemeinde Wietmarschen

Wietmarschen. Auf den Fluren im Rathaus der Gemeinde Wietmarschen in Lohne hängen zurzeit viele alte Fotos von Lohner sowie Schepsdorfer Bürger aus den Jahren 1972 bis 1974. Damals gab es wegen der Gemeindeform heftige Konflikte zwischen der ehemals selbstständigen Gemeinde Schepsdorf-Lohne und der Stadt Lingen.

Walter Vogt vom Heimatverein Lohne hatte laut Pressemitteilung der Gemeinde die Idee zu dieser Ausstellung zum Thema "Gebietsreform" und stellte die Bilder zusammen. Das Bildmaterial wurde freundlicherweise vom Emslandmuseum Lingen zur Verfügung gestellt.   Die Aufnahmen in schwarz/weiß stammen aus dem Nachlass des Schulleiters Johannes Böker aus Schepsdorf. Die farbigen Aufnahmen sind seinerzeit von Josef van Lengerich erstellt worden.  

Wütende Proteste gab es in 70er-Jahren, als bekannt wurde, dass die Gemeinde Schepsdorf-Lohne im Zuge der Gemeinde- und Gebietsreform zerschlagen werden sollte. Foto: Gemeinde Wietmarschen

Auf den Fotos sind diverse Demonstrationen in den Ortsteilen Lohne und Schepsdorf zu sehen, da eine Teilung der Gemeinde Schepsdorf-Lohne von beiden Ortsteilen nicht gewollt war. Auch Versammlungen und Sitzungen, wie beispielsweise die Abschlussveranstaltung mit der Vertragsunterzeichnung zur Gebietsreform sind auf den Fotos zu sehen.  

Die meisten Demonstrationen fanden im Jahre 1973 statt, da Lohne am 1. März 1973 mit den Gemeinden Wietmarschen, Schwartenpohl und Wachendorf zur neuen Gemeinde Wietmarschen vereinigt wurde. Am 1. August 1977 wurde die Gemeinde Wietmarschen dann dem Landkreis Grafschaft Bentheim zugeordnet und 1978 wurden die Orte Herzford und Wachendorf in die Stadt Lingen eingemeindet. Nicht alle Personen auf den Fotos sind namentlich bekannt, weshalb der Heimatverein über Hinweise zu den Personen auf den Fotos sehr dankbar wäre. Die Bildergalerie wird mindestens bis zum Ende des Jahres im Rathaus ausgestellt sein. Besucher finden die Fotos auf den Fluren in der ersten und in der zweiten Etage.  


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