Firsthöhe von maximal neun Metern Höhenbeschränkung für Stallbauten in Wietmarschen beschlossen

Mehrheitlich hat der Rat der Gemeinde Wietmarschen beschlossen, die Firsthöhen gewerblicher Stallbauten auf neun Meter zu beschränken. Foto: Wilfried RoggendorfMehrheitlich hat der Rat der Gemeinde Wietmarschen beschlossen, die Firsthöhen gewerblicher Stallbauten auf neun Meter zu beschränken. Foto: Wilfried Roggendorf

Wietmarschen. Mehrheitlich hat der Rat der Gemeinde Wietmarschen beschlossen, dass gewerbliche Stallanlagen eine Firsthöhe von neun Metern nicht überschreiten dürfen. Ausgenommen hiervon sind notwendige Abluftkamine, erforderliche Silobehälter und Filteranlagen.

Anlass des Beschlusses war die Anfrage eines Vorhabensträgers an die Verwaltung, eine Stallanlage mit circa elf Metern Firsthöhe zu errichten. Im 2014 beschlossenen Konzept zur Bauleitplanung für gewerbliche Stallanlagen ist eine Höhenbeschränkung nicht enthalten. "Wir haben uns verschiedene Höhen von Stallanlagen in den Außenbereichen angeschaut", sagte Bürgermeister Manfred Wellen (CDU) und stellte die Ergebnisse vor. Demnach betragen die Firsthöhen von Schweinemastställen circa acht bis neun Meter, von Hähnchenmastställen 6,5 Meter, von Legehennenställen 6,5 bis acht Meter, von Bullenställen sieben Meter und von Boxenlaufställen für Kühe 7,5 Meter.

Wellen: Emotionale Wirkung von Gebäuden beschränken

Heinz Böker (CDU) erklärte, 2014 nicht an die Möglichkeit gedacht zu haben, dass Stallbauten nach oben oder unten ausgedehnt werden könnten. "Wir wollen eine mehrstöckigen Stallanlagen haben", betonte der Christdemokrat. Bökers Fraktionskolleginnen Maria Krämer und Saskia Lange erklärten übereinstimmend, dass es bei der geplanten Höhenbeschränkung um das Landschaftsbild gehe. Dies betonte auch Wellen: "Von Gebäuden geht immer eine emotionale Wirkung aus. Und diese Wirkung wollen wir beschränken."

Nüsse: Beschränkung differenzierter betrachten

Sozialdemokrat Hermann Nüsse äußerte die Ansicht, die vorgeschlagene Höhenbeschränkung bringe nichts: "Sie gilt nur für gewerbliche Stallanlagen. Aber viele werden privilegiert erbaut." Nüsse sprach sich dafür aus, die Beschränkung differenzierter zu gestalten. Dem widersprach Hermann Veltmaat (CDU): "Es ist Quatsch, was Nüsse sagt. Nach dem Beschluss von 2014 sind kaum noch Stallanlagen gebaut worden." Durch den Beschluss von 2014 sollte die Errichtung gewerblicher Stallbauten beschränkt werden. Seitdem habe es keinen gewerblichen Stallbau in der Gemeinde mehr gegeben. "Und selbst privilegierte Bauten lohnen sich kaum noch", fügte Veltmaat hinzu. Bei der Abstimmung über den Vorschlag der Verwaltung, die Firsthöhe gewerblicher Stallbauten auf neun Meter zu begrenzen, votierte Nüsse mit Nein. Die CDU-Ratsmitglieder Helmut Engelbrink,Hermann Veltmaat und Ludger Welling enthielten sich der Stimme. 


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