Hitze im Emsland Lebensgefahr: Feuerwehr Lohne befreit Kleinkind aus Auto

Die Feuerwehr Lohne hat am Mittwoch ein Kleinkind aus einem verschlossenen Auto gerettet. Foto: dpaDie Feuerwehr Lohne hat am Mittwoch ein Kleinkind aus einem verschlossenen Auto gerettet. Foto: dpa

Wietmarschen. Die Feuerwehr Wietmarschen-Lohne hat am Mittwoch ein Kleinkind aus einem verschlossenen Auto gerettet. Bei einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius befand sich das Kind in einer lebensgefährlichen Falle.

Um kurz nach 15 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Lohne  zu einem Kindergarten an der "Alte Franz Josef Straße“ gerufen. Eine Mutter berichtete den Kameraden, dass ihr Kleinkind in einem Auto eingesperrt sei.  Das Auto, so berichtete die Feuerwehr später, habe sich selbst verschlossen. (Weiterlesen: Feuerwehr Wietmarschen-Lohne befreit Kind aus Auto)

Feuerwehr innerhalb von fünf Minuten vor Ort

Es war eine verzwickte Lage, doch die Frau reagierte besonnen: Wohlwissend um die Gefahr in der sich ihr Kind befand, zögerte sie nicht und verständigte sofort die Rettungskräfte. Die Einsatzkräfte waren innerhalb von fünf Minuten vor Ort und konnten dem Kind schnell helfen. Mittels Federkörner zerstörten sie eine Scheibe des Wagens und konnten so die Türen öffnen und das Kind aus dem Auto holen.

Foto: Feuerwehr Lohne

Auch ein Rettungsdienst war vor Ort und konnte das Kind  gesund an die Mutter übergeben.  Die Einsatzkräfte loben das schnelle Handeln der Mutter. Denn: "Bei Außentemperaturen um die 30 Grad kann das verschlossene Auto bereits nach rund 15 Minuten für Mensch und Tier zur tödlichen Falle werden", sagt die Feuerwehr. Tests des ADAC zeigen, dass sich Fahrzeuge, die bei rund 28 Grad Außentemperatur in der Sonne stehen, innerhalb von 30 Minuten auf bis zu circa 50 Grad aufheizen – nach einer Stunde liege die Temperatur dann bereits bei 57 Grad. Daran ändere sich auch nichts, wenn ein oder zwei Fenster einen kleinen Spalt offen bleiben. (Weiterlesen: Hitze-Tipps: So wappnen Sie sich im Auto gegen hohe Temperaturen)

Polizei befreit Hund

Erst am Dienstag musste die Polizei in Duisburg einen Hund aus einem Auto retten, nachdem der Besitzer nicht erreicht werden konnte. Um das Tier zu befreien, schlugen die Beamten die Scheibe des Wagens ein. Die Temperatur war bereits auf 32,5 Grad gestiegen und der kleine Hund hatte schon mindesten 25 Minuten im Auto verbracht. Seine Atmung war flach und es hatte sich bereits Schaum vor seinem Mund gebildet. (Weiterlesen: Beinahe 33 Grad: Polizei befreit Hund aus Hitze-Auto)


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