Bilanz für das Jagdjahr 2018/2019 Damwildring „Am Ems-Vechte-Kanal“ unterstützt Biotop-Fonds

Eine Spende über 1000 Euro überreichten Vertreter des Damwildrings "Am Ems-Vechte-Kanal" an den Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland-Grafschaft Bentheim. Foto: DamwildringEine Spende über 1000 Euro überreichten Vertreter des Damwildrings "Am Ems-Vechte-Kanal" an den Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland-Grafschaft Bentheim. Foto: Damwildring

Wietmarschen. Der Damwildring „Am Ems-Vechte-Kanal“ hat mit 182 Stück Damwild den geplanten Abschuss für das Jagdjahr 2018/2019 erfüllt. Der Erhalt der Artenvielfalt ist ihm nach eigener Darstellung ein großes Anliegen.

In einer Mitteilung wies der Damwildring darauf hin, dass er mit einer Spende von über 1000 Euro den Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland-Grafschaft Bentheim unterstützt hat. Seit 2013 ist es bereits die zweite Spende, die die Jäger des Damwildringes (DR) dem Biotop-Fonds zukommen lassen. „Der Fonds leistet großartige Arbeit für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region“, lobte Heinrich Berning, erster Vorsitzender des Damwirdrings, den Verein auf der Vorstandssitzung der Hegegemeinschaft. Der Biotopfonds setzt sich unter anderem für die Schaffung von Rückzugs- und Saumflächen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim und die Verhinderung des Mähtodes junger Rehkitze ein.  

„Es ist nicht selbstverständlich, dass sich auch eine Damwildhegegemeinschaft für die Artenvielfalt und das Niederwild engagiert“, freute sich Thomas Schomaker als erster Vorsitzender des Biotop-Fonds über die Spende. Die Anlage von Kleingewässern, Streuobstwiesen und Hecken kommt vor allem Arten wie Feldhase und Fasan zugute, die hier nicht nur Nahrung, sondern auch Deckung finden.

Ziel ist ein gesunder Damwildbestand

Der Damwirdring selbst setzt sich für das Damwild in den vier Bezirken Lohne/Klausheide, Landesforst Elbergen, Elbergen mit Emsbüren, Berge und Bernte sowie Engden mit Drievorden und Hesepe ein. Als Kern dieses Damwildgebietes gilt der Übungsplatz „Nordhorn-Range“. Derzeit hat der Ring rund 90 Mitglieder und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 24.000 Hektar in den beiden Landkreisen. „Unser Ziel ist eine gesunde Damwildpopulation mit einer angepassten Bestandesdichte“, erklärte Gerhard Wulkotte, Schriftführer der Hegegemeinschaft.

Seinen Ursprung hat das Damwildvorkommen in diesem Gebiet in einem Wildgatter im Bereich Lohne, für das 1957 die ersten zehn Tiere gekauft wurden. Nach einem Zukauf weiterer acht Tiere wurden bereits 1959 21 Stück Damwild in die freie Wildbahn entlassen, der Grundstock für die heutige Population. 1965 wurde schließlich der Damwildring Lohne-Klausheide gegründet, der wiederum 1983 seine heutige Ausdehnung erreichte.

Lange Zeit wurden die Bestände als zu hoch eingeschätzt, was sich auch in den Wildschäden an Feld und Flur niederschlug. Mittlerweile wird das Damwild schärfer bejagt, um den Bestand allmählich an die Lebensraumausstattung anzupassen – mit Erfolg, die Wildschäden sind stark gesunken. Im Bereich um Engden lasse sich eindeutig weniger Damwild feststellen, in Richtung Nordhorn-Hesepe seien die Bestände nach wie vor sehr gering, hieß es in der Mitteilung.

Im Jagdjahr 2018/2019 wurden 175 Stücke erlegt, hinzu kommen sieben Stücke Damwild als Fallwild. Laut Abschlussplan waren 180 Stücke vorgesehen, unter Hinzunahme des Fallwildes wurde dieses Ziel also erreicht. „Insgesamt ist die Bejagung aber schwieriger geworden, was wahrscheinlich am Wolf liegt. Das Wild wird heimlicher, sobald er sich etabliert hat“, berichtet Gerhard Wulkotte.

Um den Bestand weiter zu reduzieren, soll der Abschussplan für das Jagdjahr 2019/2020 wieder mit einem Abschussziel von 180 Stücken Damwild vorgeschlagen werden.


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