Gericht ist am Zug Anliegerin will Bau einer Kita in Wietmarschen-Lohne verhindern

Das Verwaltungsgericht Osnabrück muss entscheiden, ob die vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Kita an der Heinrichstraße in Wietmarschen-Lohne fortgesetzt werden dürfen. Foto: Ludger JungeblutDas Verwaltungsgericht Osnabrück muss entscheiden, ob die vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Kita an der Heinrichstraße in Wietmarschen-Lohne fortgesetzt werden dürfen. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Die vorbereitenden Arbeiten zum Bau einer Kita an der Heinrichstraße in Wietmarschen-Lohne ruhen vorläufig. nachdem eine Anliegerin beim Verwaltungsgericht Osnabrück einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt hatte, die den Landkreis Grafschaft Bentheim und die Gemeinde Wietmarschen dazu anhalten soll, die Arbeiten einzustellen.

Eine Anliegerin hat beim Verwaltungsgericht Osnabrück einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt, die den Landkreis Grafschaft Bentheim und die Gemeinde Wietmarschen dazu anhalten soll, die Arbeiten einzustellen."Wir kommen mit dem vorläufigen Stop einer Bitte des Richters nach, der entscheiden wird, ob der einstweiligen Anordnung stattgegeben wird oder nicht", teilte Bauamtsleiter Jörg Peters am Freitag unserer Redaktion mit.

"Biotop wird zerstört"

 Wie mehrfach berichtet, soll auf dem gemeindeeigenen Grundstück, das früher als Spielplatz genutzt wurde, 2019 eine Kita in Trägerschaft de DRK entstehen, um den dringenden Bedarf an Kitaplätzen zu decken. Die Fertigstellung ist im Oktober vorgesehen. Einige Anlieger kritisieren, dass dadurch ein Biotop zerstört werde und verweisen auf die mit der neuen Kita verbundene Verkehrsbelastung.

Klägerin spricht von "Hoheitsexzess"

Nach Ansicht der Klägerin zeichnet sich bei der Vorgehensweise von Landkreis und Gemeinde das Bild eines "Hoheitsexzesses". Die Antragsgegner hätten elementare (Schutz-) Vorschriften missachtet und versuchten nun, durch die Schaffung von Tatsachen eine Rechtslage zu erzwingen, die mangels Baugenehmigung von der Rechtsordnung nicht getragen werde.

Gemeinde sieht Einvernehmen mit dem BUND

Peters rechnet damit, dass der Landkreis Ende Januar oder Anfang Februar die Baugenehmigung erteilt, damit dann mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden könne. Die Gemeinde habe beim Verwaltungsgericht beantragt, das Begehren der Klägerin abzuweisen. Nach Darstellung der Kommune wurden bislang entsprechend den Empfehlungen der unteren Naturschutzbehörde und des BUND Baumfällungen vorgenommen und Vegetationsschichten entfernt, um zu verhindern, dass dort noch vor Beginn der Brutsaison Fledermäuse oder Vögel nisten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN