Vorschlag des Bürgermeisters Nutzt die Landjugend künftig alte Mühle in Wietmarschen?

Für die ehemalige Mühle Schulten im Ortsteil Wietmarschen kann sich Bürgermeister Manfred Wellen eine vielfältige Nutzung vorstellen. Foto: Ludger JungeblutFür die ehemalige Mühle Schulten im Ortsteil Wietmarschen kann sich Bürgermeister Manfred Wellen eine vielfältige Nutzung vorstellen. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Die ehemalige Mühle Schulten an der im Ortsteil Wietmarschen könnte künftig von der örtlichen Landjugend genutzt werden. Darauf hat Bürgermeister Wellen auf Anfrage der Redaktion verwiesen.

Die Gemeinde hatte im Jahr 2018 das 7000 Quadratmeter große Grundstück erworben. "Aus verständlichen Gründen" nannte Wellen nicht den Kaufpreis. Die historische Bedeutung der  Mühle habe die Gemeinde dazu bewogen, das  Areal  zu kaufen. Rein baulich betrachtet, hätte ein anderer Käufer die Gebäude mangels realem Wert eher abgerissen, meinte Wellen. Der Bürgermeister: "Wir können uns für das Gesamtgelände verschiedene Nutzungen vorstellen. Wir wissen, dass die Landjugend Wietmarschen seit langem auf der Suche nach Räumlichkeiten für die Jugendarbeit ist." Wellen kann sich persönlich eine Nutzung durch die Landjugend sehr gut vorstellen.


Im Mauerwerk ist der Name des früheren Müllers Wilhelm Schulten verewigt. Foto: Ludger Jungeblut


 Die sehr aktive Gruppe zeige durch großes Engagement bei verschiedensten Projekten (unter anderem Tag des Ehrenamtes, 72 Stunden Aktion, Einsatz für das Matthiasstift) wie leistungsfähig sie sei und dass sie sich für das Gemeinwohl in der Gemeinde einsetze. Auf dem Gelände sei aber noch viel mehr Platz. Ideen hat der Bürgermeister nach eigenen Worten auch für weitere Gruppen, insbesondere was auch die Nutzung der Außenflächen angehe. "Für Anregungen sind wir in der Verwaltung, aber auch in der Politik immer dankbar", betonte der Bürgermeister.  Zeitdruck bei der Nachfolgenutzung besteht aus Sicht der Verwaltung nicht. Das Wohnhaus werde zunächst weiterhin für die Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern benötigt.

Wie aus dem Heimatbuch der Grafschaft Bentheim aus dem Jahr 1976 hervorgeht, schlug während des Zweiten Weltkriegs der Blitz in die Mühle ein, die daraufhin bis auf den massiven Unterbau ausbrannte. Nach dem Krieg wurde dieser mit einem flachen Dach versehen und die Mühle auf Motorbetrieb umgestellt. Nachdem zunächst noch ein Mahlgang für Korn in Betrieb war, diente die Mühle später als Sägewerk.


Der Turm an der Lingener Straße ist ein Wahrzeichen von Wietmarschen. Foto: Ludger Jungeblut


Unterdessen ist die Gemeinde weiter auf der Suche nach einer gastronomischen Nutzung für den Turm nahe des Zentrums des Ortsteils Wietmarschen. Bei dem Gebäude handelt es sich um die frühere "Windmühle auf dem Stift". Das Bauwerk war im Jahr 1992 zusammen mit dem angrenzenden Packhaus in das Eigentum der Gemeinde Wietmarschen übergegangen. 2002 begann die Kommune mit der Sanierung des Turms,  der zwischenzeitlich als Café genutzt wurde. Der Bürgermeister: "Natürlich geben wir die Hoffnung nicht auf, erneut eine gastronomische Nutzung für den Turm zu finden, aber insgesamt ist der Markt in diesem Bereich schwierig." 

Interessenten werden gebeten, sich mit dem stellvertretenden Verwaltungschef Martin Osseforth ,Tel. 05908/939921, E-Mail osseforth@wietmarschen.de in Verbindung zu setzen.



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