Jahreswechsel Bewohner des Marienheims in Wietmarschen-Lohne hoffen auf Gesundheit

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Auf ein gutes neues Jahr hoffen (von links) Ludger Wübben, Francis Möllers, Helga Möhlenkamp, Heike Fehsenfeld, Maria Rabbe und Bärbel Kuhl. Foto: Ludger JungeblutAuf ein gutes neues Jahr hoffen (von links) Ludger Wübben, Francis Möllers, Helga Möhlenkamp, Heike Fehsenfeld, Maria Rabbe und Bärbel Kuhl. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Wenn Helga Möhlenkamp (83) und Maria Rabbe (76) in der Silvesternacht mit einem Gläschen Sekt auf ein gutes Jahr 2019 anstoßen, werden sie dies in der Gemeinschaft des Marienheims in Wietmarschen-Lohne tun. Vor zweieinhalb Jahren sind die beiden Damen in die Einrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirche gezogen und fühlen sich dort sehr wohl.

Dazu trägt auch das gute Arbeitsklima unter den Beschäftigten bei. "Wenn wir Hilfe brauchen, ist sofort jemand da", loben die beiden Bewohnerinnen die Hilfsbereitschaft des Personals. Ludger Wübben, Geschäftsführer der  Pflege St. Elisabeth Lohne gGmbH und seine Kolleginnen Francis Möllers, Bärbel Kuhl und Heike Fehsenfeld betonen den Teamgeist des Unternehmens, das in der gesamten Gemeinde Wietmarschen mit rund 200 Mitarbeiterinnen Pflegeleistungen im stationären und ambulanten Bereich erbringt.

Das vom Lohner Bauunternehmen Werner und Jens Krämer erstellte Marienheim wurde im Mai 2016 eingeweiht und dient dem betreuten Wohnen, wo die Menschen vielfältige Unterstützung erfahren können. Hier stehen 15 Wohnungen zur Verfügung, von denen 14 von Einzelpersonen gemietet sind; in einer Wohnung lebt ein Ehepaar. Die Bewohner sind zwischen 75 und 95 Jahre alt und führen ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. Francis Möllers: "Bei Bedarf erbringen wir Pflegeleistungen und bieten umfassende Beratung an. Mithilfe eines Notrufknopfes können die Bewohner schnelle Hilfe anfordern."

Liebevoll bereiten Köchin Claudia Hütten (links) und Praktikantin Lisa Merschel das Mittagessen zu. Foto: Ludger Jungeblut

Große Resonanz finden nach den Worten von Wübben die Freizeitangebote und das gemeinsame Mittagessen unter dem Titel "Marientreff". Gäste und Bewohner sowie ehrenamtliche Helferinnen unterstützen das Küchenteam bei der Vorbereitung des Essens, das von circa 20 Personen, darunter auch  Gäste aus dem Ort, um 12 Uhr eingenommen wird. Am Silvestertag ist ein Überraschungsmenü vorgesehen. Nach dem Essen wird vorgelesen und gesungen.

Auch die Nachmittagsbetreuung, die dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr stattfindet, wird gerne in Anspruch genommen. Francis Möllers: "Bis zu zehn Senioren aus dem Marienheim und dem Ort nehmen daran teil. Wir trinken gemeinsam Kaffee, singen, basteln, machen Gymnastik im Stuhlkreis oder unternehmen einen Spaziergang. Zudem wird gegen Entgelt ein Fahrdienst angeboten."

Im Marienheim in Wietmarschen-Lohne herrscht ein gutes Klima. Von links: Maria Rabbe, Helga Möhlenkamp und Heike Fehsenfeld. Foto: Ludger Jungeblut

Welch guten Ruf das Marienheim genießt, wird daran deutlich, dass nach Angaben von Wübben derzeit rund 15 Personen auf der Warteliste stehen. Trotz der oft anstrengenden Arbeit lieben die Pflegerinnen ihren Beruf. Francis Möllers, die seit Inbetriebnahme des Marienheims dort tätig ist, war vorher viele Jahre als Krankenschwester in einem Hospital tätig. "In den Krankenhäusern  ist aufgrund des immensen Zeitdrucks eine gute Pflege kaum möglich", sieht sie großen Handlungsbedarf in den Hospitälern.

 Im Marienheim nimmt sie sich die Zeit, um auf die Wünsche der Bewohner einzugehen. Bärbel Kuhl hebt die persönliche Beziehung zwischen Pflegekräften und den Pflegebedürftigen beim ambulanten Dienst hervor. "Uns wird von älteren Menschen immer wieder viel Dankbarkeit entgegengebracht", sagt Heike Fehsenfeld und ihre Kolleginnen stimmen ihr uneingeschränkt zu. Die 29-jährige Lohnerin, die 2011 ihre Ausbildung zur Altenpflegerin beendete, denkt nicht daran, irgendwann einen anderen Beruf zu ergreifen. Das ist in der Branche aber alles andere als selbstverständlich. 

Das Marienheim in Wietmarschen-Lohne befindet sich an der Hauptstraße in Nähe der katholischen Kirche St. Antonius. Foto: Ludger Jungeblut

Ludger Wübben setzt sich vehement dafür ein, dass die Politik endlich die Rahmenbedingungen für eine gute Pflege schafft und den Worten Taten folgen lässt. Dafür gebe es genügend Geld im System, es werde nur falsch eingesetzt, meint er. Als eine große Herausforderung bezeichnete er die Gewinnung von weiteren qualifizierten Kräften. Wübben und seine Kolleginnen wünschen sich für 2019, dass die Pflege St. Elisabeth gGmbH auch künftig die vielfältigen Herausforderungen bewältigen kann.  Und was wünschen sich Helga Möhlenkamp und Maria Rabbe für das neue Jahr? Da brauchen die beiden Damen nicht lange zu überlegen: "Vor allem Gesundheit."


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