Größere Klassenräume nötig Neues Raumkonzept für Schulzentrum in Wietmarschen-Lohne

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Viel zu klein ist dieser Klassenraum in der Oberschule Lohne. Davon überzeugten sich im Beisein von Schulleiter Henrik Schrader (stehend rechts), Bürgermeister Manfred Wellen (sitzend), Bauamtsleiter Jörg Peters (Mitte) und dessen Stellvertreter Thomas Fleddermann. Foto: Ludger JungeblutViel zu klein ist dieser Klassenraum in der Oberschule Lohne. Davon überzeugten sich im Beisein von Schulleiter Henrik Schrader (stehend rechts), Bürgermeister Manfred Wellen (sitzend), Bauamtsleiter Jörg Peters (Mitte) und dessen Stellvertreter Thomas Fleddermann. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Die Gemeinde möchte das Schulzentrum in Wietmarschen-Lohne nach Kräften bei der Umsetzung eines neuen Raumkonzepts unterstützen. Das haben Bürgermeister Manfred Wellen, Bauamtsleiter Jörg Peters und dessen Stellvertreter Thomas Fleddermann bei einem Treffen mit Schulleiter Henrik Schrader unterstrichen.

Das Schulzentrum wurde zum Schuljahr 2016/2017 von einer Haupt- und Realschule in eine Oberschule umgewandelt. Seitdem werden die Jahrgänge fünf und sechs gemeinsam unterrichtet.  Ab Klasse sieben erfolgt der Unterricht in den jeweiligen Schulzweigen Hauptschule und Realschule. Wellen stimmte der Einschätzung von Schrader zu, dass die aufgrund neuer pädagogischer Anforderungen ein neues Raumkonzept benötigt, das aber finanziell tragbar für die Kommune sein müsse.

Kürzlich hatte sich bereits der Schulausschuss für die Umsetzung eines Raumkonzeptes ausgesprochen, das den veränderten Anforderungen an Klassen- und Fachräume Rechnung trägt. Aus diesem Grund soll ein Arbeitskreis, dem Vertreter des Rates, der Verwaltung, der Schule und eines Architekturbüros angehören, gebildet werden. "Wir benötigen vor allem einige größere Klassenräume und Differenzierungsräume ", betonte der Schulleiter.

Die Schüler des Schulzentrums Lohne sind gehalten, mit neuem Inventar pfleglich umzugehen. Von links Henrik Schrader,Jörg Peters, Manfred Wellen und Thomas Fleddermann. Foto: Ludger Jungeblut


"Bevor die Gemeinde Geld für ein neues Raumkonzept ausgibt, gehört alles auf den Prüfstand", machte Peters deutlich, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht." Fleddermann hob die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Gemeinde als Schulträger mit der Bildungseinrichtung auch in baulichen Fragen hervor. Einig waren sich alle, dass aufgrund eines neuen Raumkonzeptes nicht tragende Wände neu gezogen werden müssen.

Gegenwärtig werden 573 Schülerinnen und Schüler im Schulzentrum Lohne unterrichtet. Foto: Ludger Jungeblut


Nach Angaben von Schröder besuchen derzeit 573 Schülerinnen und Schüler das Schulzentrum Lohne. 30 von ihnen haben einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf und werden inklusiv beschult. Elf Schulbegleiter, die über den Landkreis Grafschaft Bentheim beantragt werden, unterstützen einzelne Schülerinnen und Schüler. Den Unterricht gestalten 56 Lehrkräfte, davon vier Förderschullehrerkräfte. Vier pädagogische Mitarbeiter unterstützen die Schule im Bereich Ganztag und Inklusion. Schrader zufolge beträgt der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf für die 30 Schüler wöchentlich 108,5 Stunden. Tatsächlich könnten aber nur 52 Stunden erteilt werden.

Schulzentrum 4.0 wird im Schulzentrum Lohne bereits praktiziert. Henrik Schrader, Manfred Wellen, Thomas Fleddermann und Jörg Peters (von links) zeigen Produkte, die mithilfe eines 3-D-Druckers gefertigt wurden. Foto: Ludger Jungeblut


Schrader verwies anhand von Zahlen auf den hohen Leistungsstand der Schule. "Nach Beendigung der Klasse zehn haben 60 Prozent der Schüler im letzten Schuljahr den erweiterten Sek-1-Abschluss erworben, der zum Besuch eines Gymnasiums berechtigt." Zehn Schüler des letzten Abschlussjahrgangs streben nach seinen Worten jetzt das Abitur an. Die Einrichtung eines gymnasialen Zweigs an der Oberschule im Sek-1-Bereich ist nach übereinstimmender Meinung der Gemeindevertreter und des Schulleiters gegenwärtig kein Thema. Es sei derzeit kein entsprechender Wunsch der Eltern erkennbar.


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