QR-Codes an den Stationen Mit Smartphone unterwegs auf dem Glaubensweg in Wietmarschen-Lohne

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Erika Keuter und Benedikt Düttmann vom Wallfahrtsverein Wietmarschen haben sich für die QR-Code-Schilder am Glaubensweg eingesetzt. Foto: Jessica LehbrinkErika Keuter und Benedikt Düttmann vom Wallfahrtsverein Wietmarschen haben sich für die QR-Code-Schilder am Glaubensweg eingesetzt. Foto: Jessica Lehbrink

Wietmarschen. „Kirche am Weg“: Unter diesem Motto zieht sich in Wietmarschen-Lohne seit 1999 ein Glaubensweg. Neun Stationen sind es – jede mit einer eigenen, kleinen Geschichte. Seit Kurzem sind an jedem Haltepunkt QR-Codes angebracht. Sie ermöglichen es den Besuchern, die Informationen direkt auf ihrem Smartphone abzurufen.

„In Stein gemeißelt“ sind die religiösen Botschaften, die in den Sandsteinskulpturen am Glaubensweg von Lohne nach Wietmarschen zu sehen sind. Gefertigt wurden sie von Dominikus Witte, einem Osnabrücker Künstler.

„Als wir den Verein gegründet haben, wollten wir auch etwas Handfestes machen“, erzählt die heutige Vorsitzende des Wietmarscher Wallfahrtsvereins, Erika Keuter. In die Wege geleitet wurde das Projekt von Wilhelm Stolte, mittlerweile Ehrenvorsitzender. „Er hat wirklich sehr viel dafür getan, dass der Weg entstehen konnte“, fügt Keuter hinzu. Einmalig seien die Monumente in Deutschland. Jedes von ihnen ein Unikat.

Infos zu allen Stationen

Geziert werden sie nun durch quadratische und nicht zu übersehende Schilder, auf denen einen Wirr-Warr an schwarzen Pixeln zu sehen ist. Es sind QR-Codes. Jeder Besitzer eines Smartphones kann diese Codes nun auf seinem Handy einscannen und es erscheinen Informationen zu allen neun Stationen sowie allgemein Wissenswertes zur Kirchengemeinde.

Mit nur einem Klick auf dem Smartphone lassen sich die QR-Codes am Glaubensweg in Wietmarschen-Lohne einscannen. Foto: Jessica Lehbrink


Wie genau das Prinzip funktioniert, erklärt Benedikt Düttmann, stellvertretender Vorsitzender des Wallfahrtsvereins. „Barcoo“ heißt die kostenlose App, die er sich auf sein Mobiltelefon heruntergeladen hat. „Es gibt aber noch weitere kostenlose Programme – und sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip“, erklärt der Lohner. Nach dem Herunterladen einfach die App auf dem Handy öffnen, dieses vor den QR-Code halten und binnen einer Sekunde erkennt das Programm den jeweiligen Code. Die Informationen erscheinen direkt auf dem Display.

Der Dank des Wallfahrtvereins gilt diesbezüglich vor allem den Mitarbeitern der Bauschlosserei Schlump aus Wietmarschen-Lohne. "Sie haben die QR-Code-Schilder an den Stationen angebracht", sagt Düttmann.

"Für junge Leute"

Anstoß für die Idee der QR-Codes war Düttmann zufolge der Bau der neuen Friedhofskapelle in der Gemeinde. Dabei entstand Kontakt zu Mitarbeitern des Bistums Osnabrück und das Ganze kam ins Rollen. Welchen Vorteil sich der Verein von der neuen Technik erhofft? „Auch junge Leute können damit etwas anfangen. Schließlich hat heute so ziemlich jeder ein Smartphone", meint Düttmann. Außerdem ist es eine tolle Sache für Ortsunkundige“, ergänzt Keuter.

Findling bildet den Anfang

Der Glaubensweg beginnt am Heimathaus in Lohne, und zwar mit dem „Stein des Anstoßes“, ein Findling aus einer Endmoräne – eine Aufschüttung von Gestein am Ende eines Gletschers. „Hierhin transportiert wurde der Findling damals von der Lohner Firma Helming“, berichtet Düttmann, der den großen Stein für seinen Wohnort mit aussuchen durfte.

Der Stein des Anstoßes am Heimathaus in Lohne bildet die erste Station des Glaubensweges bis nach Wietmarschen. Foto: Jessica Lehbrink


Im Abstand von 800 Metern bis einem Kilometer sind die Skulpturen aufgestellt. Für die Vorsitzenden des Wallfahrtsvereins stellt der Glaubensweg jedoch mehr dar als eine Ansammlung von künstlerisch verarbeiteten Steinen und biblischen Versen. „Er soll eine Verbindung zwischen Kirche, Wallfahrt und Glauben schaffen“, sagt Keuter.


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