Nachtragshaushalt verabschiedet Glänzende Haushaltslage der Gemeinde Wietmarschen

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Die Erstellung eines neuen Gebäudes für die Grundschule Lohne ist die größte Baumaßnahme der Gemeinde Wietmarschen in diesem Jahr. Foto: Heinz KrüsselDie Erstellung eines neuen Gebäudes für die Grundschule Lohne ist die größte Baumaßnahme der Gemeinde Wietmarschen in diesem Jahr. Foto: Heinz Krüssel

Wietmarschen. Die Haushaltslage der Gemeinde Wietmarschen hat sich sehr erfreulich entwickelt. Das ist bei der Verabschiedung des Nachtragshaushaltes deutlich geworden.

Kämmerer Martin Osseforth verwies darauf, dass das Defizit im Ergebnishaushalt des Nachtragsetats um 841.500 Euro auf nunmehr 187.500 Euro reduziert werden konnte. "Bei der Gewerbesteuer erwarten wir aufgrund der allgemeinen guten Konjunkturlage Ertragssteigerungen in Höhe von circa 400.000 Euro", betonte der Kämmerer. Der Einkommensteueranteil der Gemeinde wird mit 4.750.000 Euro veranschlagt. Dies ist eine Erhöhung um 450.000 Euro. Der Umsatzsteueranteil der Gemeinde liegt  bei 450.000 Euro und hat sich damit  um 150.000 Euro gegenüber dem ursprünglichen Ansatz erhöht. Zugute kommt der Gemeinde auch eine Schlüsselzuweisung in Höhe von 1.453.300 Euro. Dies ist eine Steigerung um 248.300 Euro.

Fast alle Beschlüsse in der Sitzung des Gemeinderates Wietmarschen gingen einstimmig über die Bühne. Foto. Ludger Jungeblut

Für den Neubau der Kita an der Heinrichstraße in Lohne werden im Nachtrag 500.000 Euro bereitgestellt. Die restliche Finanzierung ist im Haushalt 2019 vorgesehen. Durch den Nachtrag sind einige zusätzliche Investitionen in Höhe von 793.800 Euro zum Wohle der Bürger noch in diesem Jahr möglich, stellte Osseforth fest.  In den nächsten Jahren seien zudem erhebliche Investitionen im Schulbereich, im Kindergartenbereich, im Straßenbaubereich, im Feuerwehrwesen und auch in der Unterhaltung der öffentlichen Gebäude notwendig.

Selten so erfreulichen Nachtragshaushalt gehabt

Übereinstimmend freuten sich Ralf Welling (CDU), Hermann Nüsse (SPD) und Heinrich Wübbels (FDP) über die gute finanzielle Lage, die auf eine deutlich verbesserte Ertragslage zurückzuführen sei. Welling verwies darauf, dass dank der guten Haushaltslage die neue Kita finanziert werden könne. Nüsse, der seit Jahrzehnten dem Rat angehört, erklärte: "Wir haben ganz selten einen so erfreulichen Nachtragshaushalt verabschieden können." Nüsse und sein CDU-Fraktionskollege Carsten Hüsken fordern weiter die Umgestaltung der Hauptstraße in Lohne zwischen Friedensweg und Parkstraße einschließlich neuer Radwege. 


Hans-Jörg Palfner, rückwärtiger Anlieger der geplanten Kita an der Heinrichstraße in Lohne, bat die Gemeinde darum, an der Grenze zu seinem Grundstück eine Schallschutzwand zu bauen. Foto: Ludger Jungeblut

Einstimmig verabschiedete der Rat auch den Planungsauftrag an das Lingener Büro Krämer und Susok  für den Bau einer Kita für fünf Gruppen an der Heinrichstraße in Lohne mit Gesamtkosten von 2,3 Millionen Euro. Bürgermeister Manfred Wellen betonte, dass nach Abstimmung mit einem wegen des Projekts gebildeten Arbeitskreises zwischen der Heinrichstraße und und dem Baukörper ein Grünstreifen in einer Breite zwischen 4,15 Metern und fünf Metern erhalten bleibe. Die SPD hatte auf einen möglichst breiten Grünstreifen gedrängt. "Wir möchten bereits im Oktober den Bauantrag beim Landkreis Grafschaft Bentheim einreichen, um unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen, den Neubau im Herbst 2019 fertigzustellen", unterstrich Wellen. Anlieger Hans-Jörg Palfner bat die Gemeinde nach einer Sitzungsunterbrechung darum, an der Grenze zu seinem Grundstück eine Lärmschutzwand zu bauen. Wellen betonte die Bereitschaft, ein persönliches Gespräch mit Palfner zu führen. 

Gute Erfahrungen machen die hiiesigen mit Hilfeistungs-Löschgruppenfahrzeugen vom Typ HLF 20. Auch die Ortsfeuerwehr Lohne erhält ein derartiges Fahrzeug. Das Foto zeigt ein HLF 20, das bei der Ortsfeuerwehr Lingen eingesetzt wird. Foto: Felix Reis

Geschlossen votierte der Rat dafür, dass die Ortsfeuerwehr Lohne ein neues Hilfeleistungsfahrzeug vom Typ HLF 20 erhält, das das bisherige Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1992) ersetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich einschließlich Beladung auf rund 380.000 Euro. Die Auslieferung des Fahrzeugs, das 3000 Liter Wasser und einen Rettungssatz mitführt, soll Ende 2019/Anfang 2020 erfolgen.

Wellen teilte mit, dass die Gemeinde das Areal rund um den Mühlenstumpf mit dem Wohnhaus an der Lingener Straße erworben hat. „Jetzt gilt es, zusammen mit der Politik Ideen zu entwickeln, wie wir das Gelände künftig nutzen“, sagte der Bürgermeister unserer Redaktion.




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