Technik für mehr Praxis Oberschule Lohne hofft auf Spenden für Digitalisierung

Von Andre Berends

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15 Mini-Roboter für den Jahrgang 5 will das Schulzentrum Lohne anschaffen. Foto: Oberschule Lohne15 Mini-Roboter für den Jahrgang 5 will das Schulzentrum Lohne anschaffen. Foto: Oberschule Lohne

Wietmarschen. Die Oberschule Lohne will den Unterricht für ihre rund 570 Schüler künftig attraktiver gestalten. So soll die Ausstattung in den Fächern Technik, Informatik, Mathe und Wirtschaft deutlich verbessert werden.

Unter der Leitung des 2. Konrektors Benedikt Heitmann hat die Oberschule in den vergangenen Monaten das Konzept „Schulzentrum Lohne 4.0“ entwickelt. Ziel ist es, die Berufsvorbereitung zu optimieren und einen engeren Praxisbezug herzustellen.

"Schulzentrum Lohne 4.0"

„Mit Holz und Metall haben wir im Technik-Unterricht immer schon gearbeitet. Es fehlte bisher aber die Robotik, hier wollen wir etwas Neues anbieten“, berichtet Benedikt Heitmann. Das Konzept „Schulzentrum Lohne 4.0“ sieht die Anschaffung verschiedener Geräte vor. Dafür braucht die Oberschule Unterstützer, die sich über Spenden finanziell einbringen. Dies soll über ein Crowdfunding geschehen, das die Oberschule mit der bekannten Spendenplattform „Betterplace.org“ ins Leben gerufen hat.

Digitaler Wunschzettel

Auf dem digitalen Wunschzettel stehen insgesamt fünf Projekte. Als Erstes anschaffen möchte die Oberschule Mini-Roboter, die von Schülern des fünften Jahrgangs programmiert werden können. Sie sollen das Verständnis und die Begeisterung für informatorische Zusammenhänge erhöhen. Für 15 Geräte – so viele sind nötig für einen Klassensatz – entstünden Kosten in Höhe von 1500 Euro. Benötigt werden auch zwei Sets mit „Lego-Mindstorms-Robotern“ (zusammen 5000 Euro), ein Klassensatz Schultablets (8100 Euro) und ein 3D-Drucker, der den Schülern zeigt, wie kleine Kunststoff-Werkstücke, die sie zuvor geplant und gezeichnet haben, produziert werden (8800 Euro). „Wir könnten hier zum Beispiel personalisierte Handyhüllen herstellen, die von unserer Schülerfirma vertrieben werden“, erläutert Benedikt Heitmann.

Hoffen auf regionale Unterstützung

„Bislang haben wir im Unterricht programmiert – und es passierte nichts. Künftig sollen die Schüler programmieren und das Ergebnis direkt sehen können“, sagt der Lehrer. Er hofft, dass sich regionale Firmen am Crowdfunding beteiligen. Immerhin dürften sie von der optimierten Berufsvorbereitung direkt profitieren. Die Spenden werden von der „Betterplace“-Plattform an den Förderverein der Oberschule weitergeleitet. Nähere Infos online unter www.schulzentrum-lohne.de zu finden. 


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