Konzentration auf Küchenverkauf Firma Lübbering künftig auch in Lingen präsent

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Zum 1. November 2018 wird das Möbelhaus Lübbering in Wietmarschen-Lohne geschlossen. Foto: LübberingZum 1. November 2018 wird das Möbelhaus Lübbering in Wietmarschen-Lohne geschlossen. Foto: Lübbering

Wietmarschen. Das Möbelhaus Lübbering mit Sitz in Wietmarschen-Lohne wird sich künftig auf den Wachstumsmarkt Einbauküchen konzentrieren und sich am 1. November von dem seit 1994 in Lohne bestehenden Möbelhaus trennen. Es umfasst rund 5000 Quadratmeter.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion zeigte sich der geschäftsführende Gesellschafter Michael Lübbering (48), der zusammen mit seiner Ehefrau Claudia (49) das Unternehmen leitet, von der Richtigkeit der geschäftlichen Neuausrichtung felsenfest überzeugt. „Zum 30. Juni hat unser Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum im deutlich zweistelligen Bereich erzielt“, freute er sich.

„Persönliche Fachberatung im Küchenstudio unabdingbar“

„Während der Kunde heute im Internet viele Möbel bestellt, ist die persönliche Fachberatung im Küchenstudio unabdingbar. Das ist unsere besondere Stärke.“ Im November wird das seit 1979 bestehende mittelständische Unternehmen, das an bislang vier Standorten mehr als 80 Mitarbeiter beschäftigt, zwei weitere exklusive Küchenstudios eröffnen: eines in der Kreisstadt Nordhorn und eines in Lingen.

Neues Küchenstudio in Lohne

Die genauen Standorte gab der Unternehmer noch nicht bekannt. „Es handelt sich aber um sehr attraktive Standorte“, versicherte er. Bereits im September soll darüber hinaus in Lohne an der Lilienthalstraße ein neuer Küchen-Discounter (ehemals Küchenstudio Haus+Design) an den Start gehen. Ganz geschlossen dagegen wird der am Stammsitz angesiedelte konventionelle Möbelhandel der Unternehmensgruppe.

Sohn Philipp bereits in dem Unternehmen tätig

Aktuell werden im Unternehmen bereits 75 Prozent des Umsatzes im Geschäftsfeld Küchen erwirtschaftet – rund 1250 Küchenprojekte für Lübbering-Kunden wurden nach Angaben des Geschäftsführers allein im zurückliegenden Jahr an den bestehenden Standorten realisiert. „In diesem Segment sehen wir auch in Zukunft ein erhebliches Entwicklungspotenzial“, unterstrich Lübbering und fügte hinzu: „Wir werden damit die erfolgreiche Expansion der Gruppe weit über die nächste Dekade hinaus fortsetzen und den Bestand des Unternehmens sichern können.“ Sohn Philipp (20) ist bereits im Rahmen des dualen Studiums Betriebswirtschaft in dem Unternehmen tätig.

Dank an die Stadt Papenburg und den Landkreis Emsland

Bestärkt in seiner Entscheidung hat den Lohner Unternehmer auch die gute Entwicklung der beiden neueren Küchenstudios in Fürstenau und in Papenburg. Letzteres wurde erst im vergangenen Dezember eröffnet und stößt nach seiner Darstellung mit seiner anspruchsvollen Ausstellung mit Küchen vieler namhafter Hersteller auf eine äußerst positive Resonanz. „Die Stadt Papenburg und der Landkreis Emsland haben uns hervorragend unterstützt.“ Zusammen mit den beiden neuen Niederlassungen in Nordhorn und Lingen wird Möbel Lübbering künftig an insgesamt sechs Standorten in der Region vertreten sein. Nach den Worten des Unternehmers wird die Schließung des Möbelhauses in Lohne nicht dazu führen, dass die Gesamtzahl der Beschäftigten sinkt, weil im expandierenden Küchenbereich neue Arbeitsplätze geschaffen werden. „Wir bieten Mitarbeitern aus dem Möbelbereich neue Arbeitsplätze im Küchenbereich an“, versicherte er.

„Bereich städtebaulich neu gestalten“

Bürgermeister Manfred Wellen betonte auf Anfrage der Redaktion, dass die unternehmerische Entscheidung von Lübbering selbstverständlich zu akzeptieren sei, zumal Unternehmen immer die Freiheit haben müssten, neue Schwerpunkte zu setzen. Zugleich zeigte er sich erfreut darüber, dass demnächst in Lohne in der Lilienthalstraße ein von Lübbering betriebener Küchen-Discounter eröffnen wird. „Nach Schließung des Möbelhauses stellt sich für die Gemeinde natürlich die Frage, wie der als Gewerbegebiet ausgewiesene Bereich künftig städtebaulich gestaltet wird“, sagte Wellen und fügte hinzu: „Unser Bauamt klärt derzeit in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro die baurechtlichen Voraussetzungen für mögliche Folgenutzungen.“ Die Verwaltung werde dann den Ratsgremien entsprechende Vorschläge unterbreiten.

Weitere Berichte aus der Gemeinde Wietmarschen finden Sie unter www.noz.de/lokales/lohne


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