15 Teams am Start „Zuendapp Neuschoo“ gewinnt erneut Lohner Mofarennen

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Wietmarschen. Das 17. Lohner Mofarennen verlief wieder so ganz nach dem Geschmack der vielen Zuschauer. 15 Teams fuhren um die besten Plätze der 300 Runden. Wie im Vorjahr hieß das Siegerteam „Zuendapp Neuschoo“ und durfte den Wanderpokal wieder in Händen halten.

Angefeuert von den Zuschauern auf der Tribüne und im weiten Rund durchfuhren die Piloten auf der RC-Car-Bahn ihre Strecke bei besten Bedingungen auf trockenem Asphalt. So wie Axel vom Siegerteam schrauben die Fahrer an ihren Maschinen, uns los geht’s. Nach dem Le-Mans-Start liegen die Teams noch dicht beieinander, bedrängen sich in der „Monkey-Kurve“, überholten auf den Geraden, schneiden in der „Anabolika-Kurve“, fahren aber ab der zehnten Runde bereits getrennte Wege. So mancher Fahrer musste aufgrund von Materialschaden frühzeitig ausscheiden und hatte als zu schwungvoller Pilot die Bodenhaftung verloren.

Team aus der Schweiz

Wieder ist das Fahrerteam „Swiss ADR“ aus Emmenbrücke bei Luzern über 800 Kilometer angereist. Für James und seine Mannen ist das Lohner Mofarennen „megacool“ und die „Leute hier sind sehr ehrgeizig und freundlich“, sagte er in seinem schweizer Dialekt. Die begehrte Trophäe wollten sie gerne wieder in Händen halten, zumal es im Qualifying rundgelaufen war und sie in der Pole-Position starten.

Erst Rundenrekord, dann Ausfall

Lange liegen sie vorn, hielten den Rundenrekord mit 21,586 Sekunden für die 239,6 Meter im Motodrom. Doch nach über 200 Runden fällt die Maschine aus. Pech für sie, Ansporn für die drei Zündapp-Teams, die sich bis zum Schluss nichts schenken, hoch motiviert und konzentriert, solange die Boliden die Dauerbelastungen durchhalten. Nach 300 Runden gewinnt wieder der Vorjahressieger „Zündapp Neuschoo 1“ vor „Zündapp Schweindorf“ mit 299 und „Zündapp Neuschoo 2“ mit 290 Runden.

Moderator André Altenschulte unterhält die Besucher wie immer fachlich und witzig: „Dieser Mofa-Grand Prix ist ein Motorsport-Krimi vom Allerfeinsten!“ Die Zuschauer fieberten mit, stören sich nicht an der Lautstärke, rümpfen nicht die Nase über den qualmenden Benzingeruch. Die Streckenposten haben alles im Blick. Signallampen blinkten und ertönten, wenn ein Fahrer stürzte, oder die Strecke mit Motoröl verschmiert und somit gefährlich glatt wird. Dann fährt das „Safety-Mofa“ vorweg, die Fahrer im Gänsemarsch hinterher, während die Freiwillige Feuerwehr aus Lohne mit Bindemitteln wieder für griffigen Untergrund sorgt.

Sekt-Dusche

Die schwarz-weiße-Zielflagge winkt nach 150 Minuten „Motorsport-Drama“ Axel Johannsen vom Siegerteam „Zuendapp Neuschoo“ über die Ziellinie. Den Wanderpokal in Händen müssen sie die obligatorische Sekt-Dusche als kühle und klebrige Abkühlung über sich ergehen lassen. Das gehört zur ausgelassenen Stimmung dazu, und selbst der ausgeschiedene Fahrer mit starken Beinprellungen freut sich über seinen Pokal für den besten Sturz.


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