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21.07.2018, 18:00 Uhr DISKUSSION UM KIESBEETE

Zeichen für mehr Grün in Vorgärten in Wietmarschen

Kommentar von Ludger Jungeblut

Wegen ihrer Blütenpracht sind zahlreiche Vorgärten im Sommer eine Augenweide. Foto: Ludger JungeblutWegen ihrer Blütenpracht sind zahlreiche Vorgärten im Sommer eine Augenweide. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Kiesbeete werden sich nicht durch Regelungen in Bebauungsplänen zurückdrängen lassen, meint die Lingener Tagespost in einem Kommentar.

Die vermehrte Anzahl von Kiesbeeten in unserer Region ist ein Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel.

Jungen Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, fehlt oftmals die Zeit, um sich nach Feierabend stundenlang mit ihrem Garten zu beschäftigen. Da ist es durchaus nachvollziehbar, wenn die Erwachsenen nach einem anstrengenden Arbeitstag lieber auf der Terrasse sitzen, anstatt Unkraut zu jäten.

Ob die neue Regelung der Gemeinde Wietmarschen, Kiesbeete auf die Versiegelungsfläche anzurechnen und dadurch wieder mehr Grün in die Vorgärten zu bekommen, erfolgreich ist, darf bezweifelt werden. Bürger wollen in der Gestaltung ihrer Gärten frei sein.

Immerhin ist der Vorstoß der Gemeinde ein Zeichen dafür, dass alle etwas für den Erhalt der Natur tun können. Wie der Naturschutzbund Deutschland hervorhebt, soll das sogar ohne großen Zeitaufwand möglich sein.


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