Nahe des Stammhofes Straße in Wietmarschen in Deitering Esch umbenannt

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Höhepunkt der Festwoche der Familien Altendeitering, Jungedeitering und Deitering war die Einweihung der Straße Deitering Esch nahe des Stammhofes. Foto: Johannes FrankeHöhepunkt der Festwoche der Familien Altendeitering, Jungedeitering und Deitering war die Einweihung der Straße Deitering Esch nahe des Stammhofes. Foto: Johannes Franke

Wietmarschen. Eine Woche lang haben rund 500 Familienangehörige mit dem Namen Altendeitering, Jungedeitering und Deitering ihr Familientreffen gefeiert. Als „Highlight“, wie Franz Deitering, Ahnenforscher der Familie aus Mannheim es bezeichnete, erhielt am Sonntag, 15. Juli 2018, eine Straße in Nähe des Stammhofes den Namen Deitering Esch.

Es sind nur etwa 300 Meter vom Schafweg 4 bis zur neu benannten Straße mit dem Straßennamen Deitering Esch und der Kurzbeschreibung „Deyteryinck Hof 1243 erstmals urkundlich erwähnt“. Franz Deitering strahlt wie das Sommerwetter, spricht Platt- und Hochdeutsch, parliert in englischer Sprache, damit alle der mehr als 100 Gäste ihn verstehen. „Es gilt ein ganz besonderes Ereignis als Höhepunkt der Festwoche zu feiern“, freut sich Monika Wassermann, die stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Manfred Wellen gekommen ist. Grüße von Rat und Verwaltung übermittelt sie und ist froh, „dass heute ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung geht“.

Deitering-Road in den USA

Franz Deitering erforsche die Familiengeschichte seit mehr als 40 Jahren, habe vieles ausgegraben, was für die Gemeinde von großer Bedeutung sei. „Wir als Gemeinde bedanken uns sehr dafür.“ Seit mehr als 30 Jahren gebe es in den USA eine „Deitering-Road“, und dann „muss es am Stammsitz hier im Ort doch auch eine Straße mit dem Familiennamen geben“, betont sie unter Beifall.

Wo die Wurzeln liegen

Mit diesem Straßenschild und gewünschten weiteren für Höfe, die auf eine Geschichte von mindestens 700 Jahre zurückblicken, könne man „in der gesamten Gemeinde anschaulich wahrnehmen und sich bewusst werden, wo unsere Wurzeln liegen“, so Wassermann. Das Straßenschild in Nähe des Stammhofes „passt hier absolut hin“, inmitten von Feldern der Familiennamen.

Urkunde weitergereicht

Mit einer sehr persönlichen Urkunde bedankte sich Monika Wassermann im Namen der Gemeinde Wietmarschen bei Franz Deitering für die „jahrelangen Forschungen und Aufarbeitung der Familiengeschichte“. Freudig gebe er die Urkunde weiter an die „Großfamilie“ und den Heimatverein, „die mich bei meiner Ahnenforschung immer unterstützen“, dankte Franz Deitering.

Die Hofbesitzer, Andrea und Bernhard Altendeitering, befestigten das Straßenschild, das von Pfarrer Paul Berbers gesegnet wurde. Gemeinsame Gebete, Fürbitten und Strophen von „Großer Gott, wir loben Dich“, gaben der Namensgebung und Segnung einen würdigen Rahmen.

Rundgang mit App-Unterstützung

Wer die Gemeinde mit den Sehenswürdigkeiten und Hinweise zu Straßennamen, auch zum Deitering Esch näher kennenlernen möchte – nichts leichter als das: In deutscher, englischer und niederländischer Sprache erläutert eine heruntergeladene App auf dem Smartphone multimedial die Standorte. „Beim Rundgang durch die Gemeinde erkennt die App automatisch die historische Stelle und informiert mit Texten, Bildern und Filmen“, erklärt Bert Eisele vom Heimatverein. Mit dieser App könne man das Museum „Land und Leute“ im Heimathaus Lohne, die Innen- und Außenbereiche der Emsländische Hofanlage sowie die interessanten Standorte auf unterhaltsame Art und Weise kennenlernen, betonen die Heimatverein-Vorsitzenden Georg Borker und Walter Vogt. „Die App schaltet sich über Sattelitensteuerung im Umkreis von drei Metern automatisch ein. Auch an der neuen Straße Deitering Esch, über die man sich ausführlich informieren kann.“

Die App „Museum Land und Leute“ steht kostenlos zum Download bei Google Play und iTunes zur Verfügung.


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