Kolpingschwestern besuchen Jubilare Runde Geburtstage in Lohne liegen ihnen am Herzen

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Wietmarschen. Eine Herzensangelegenheit ist es für drei Frauen in Wietmarschen-Lohne, die älteren Geburtstagskinder der örtlichen Kolpingsfamilie zu besuchen.

Ingrid Kemna (67), Mechthild Trapka (63) und Maria Düttmann (63) kennen sich mit Geburtstagen aus. In diesem Jahr besuchen die Kolpingschwestern in Lohne zwölf Vereinsmitglieder, um zum 65. Geburtstag und dann alle fünf Jahre zu gratulieren. „Wir kommen immer zu zweit und haben uns einen Plan gemacht, wer von uns dran ist“, sagt Trapka. Seit drei Jahren sind die Frauen unterwegs und wollen diese Aufgabe so lange wahrnehmen, wie es ihre Gesundheit zulässt. Früher haben Vorstandsmitglieder die älteren Geburtstagskinder beehrt, bevor sie diesen besonderen Besuchsdienst an die Drei delegierten. „Es ist einfach schön, den älteren Vereinsmitgliedern eine Freude zu bereiten“, betont Düttmann.

Meistens erscheinen sie gegen 11 Uhr

So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich werden die Damen auch empfangen. Meistens erscheinen sie gegen 11 Uhr. Sie rufen nur dann vorher an, wenn nicht klar ist, ob der Jubilar oder die Jubilarin zu Hause sind. Manchmal treffen sie auf eine illustre Gästeschar, die sich viel zu erzählen hat. „Dann kann es passieren, dass wir statt einer geplanten Stunde zwei bleiben, weil die Zeit wie im Flug vergeht“, berichtet Trapka. Es sei aber auch schon vorgekommen, dass sie allein mit dem Jubilar zusammen gesessen hätten, weil niemand aus der Familie gekommen sei.

„Wir erfahren viel Dankbarkeit“

„Wir erfahren viel Dankbarkeit, wenn wir eine Kerze mit dem Kolpingemblem und einen Spruch von Adolph Kolping vorbeibringen“, erklärt Düttmann. In diesem Jahr heißt der Spruch: „Soweit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter als Menschen denken können.“

„Die sozialen Strukturen in Lohne sind meistens noch intakt“

Glücklicherweise seien die sozialen Strukturen in Lohne meistens noch intakt, bemerkt Kemna. In Städten würden hingegen viele Ältere alleingelassen. Als unglaublich interessant empfinden es die Freiwilligen, wenn die Geburtstagskinder aus vergangenen Zeiten erzählen. So durften Frauen früher nicht dem Gesellenverein angehören und Männer mussten eine Aufnahmeprüfung ablegen, bevor sie bei den Kolpingern mitmachen durften. „Meistens werden wir mit der Frage verabschiedet, wann wir wiederkommen“, berichtet Düttmann. Die drei Frauen überlegen, ob sie künftig die Jubilare nicht nur im Fünf-Jahres-Rhythmus, sondern ab 85 Jahre jedes Jahr besuchen. Darüber solle die nächste Generalversammlung befinden.

Kolpingvorstand dankt allen ehrenamtlich Aktiven

Unterdessen hat die stellvertretende Vorsitzende der Kolpingsfamilie Lohne, Conny Gar, den Dreien ganz herzlich für deren Engagement gedankt. Zugleich werde der Vorstand entlastet. Überhaupt sprach sie allen ehrenamtlich Tätigen im rund 160 Mitglieder zählenden Verein ihre Anerkennung aus. Damit meinte sie die engagierten Kolpinger, die sich um die Rollenbahn, den Geschirrverleih, den Bannerdienst, das Kuchenbacken und vieles mehr kümmern. Lobend erwähnte Conny Gar zudem, dass sie regelmäßig von Jugendlichen bei ihren Besuchen im Senioren- und Pflegeheim Matthias-Haus begleitet wird.

Weitere Berichte aus der Gemeinde Wietmarschen finden Sie unter www.noz.de/lokales/lohne


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