Konzert mit Filmmusik Musikverein Wietmarschen sucht nach neuen Wegen

Von Margrit Lehmkuhl-Wiese


Wietmarschen. Musik kann mehr sein als traditionelle Unterhaltung, sie kann neue Wege öffnen. Das hat der Musikverein Wietmarschen erfolgreich bewiesen. Modern, flott, einfühlsam, harmonisch präsentierten sich die fast 40 Bläser, darunter viele junge Menschen, mit einem Programm zur Filmmusik.

In der voll besetzten Aula der Grundschule in Wietmarschen lies man sich gerne überraschen mit ungewohnten Klängen und auch hier zeigten sich viele junge Zuhörerinnen und Zuhörer. Das war auch Absicht. „Wir möchten gerne neue Interessierte gewinnen und gerade auch die junge Generation“ sagte der erste Vorsitzende Torsten Niehoff, „daher haben wir uns bei der Filmmusik umgesehen und für den Musikverein neues Terrain beschritten.“

Videoeinspielungen

„Eine Herausforderung für die Aktiven“ bestätigte die zweite Vorsitzende Martina Junk und führte durch ein abwechslungsreiches Programm. Einen Auftakt nach Maß legte die gut eingespielte Gruppe mit „I do it for you“, aus „Robin Hood“ von Brian Adams, hin. Damit wurde den Zuhörenden auch das Gesamtkonzept des Abends vermittelt. Auf zwei Videoleinwänden wurden Filmbilder projiziert und wechselnde Beleuchtung der Aula vermittelte den Eindruck einer Lichtshow und lies den Text des Songs nicht vermissen.

Musikalischer Bogen

In den folgenden neunzig Minuten spannte sich ein hoher musikalischer Bogen von Robert Lopez mit Filmsong-Oscargewinner „Frozen“ aus der „Eiskönigin“, Hans Zimmer, Hollywoods großer Filmmusiker , der musikalisch den „Fluch der Karibik“ begleitete, weiter über die einprägsamen Melodien der James Bond Filme von John Berry und Filmhits, die in dieser Reihe immer eine wichtige Rolle spielen. Ausgesucht wurde von der Gruppe Duran Duran „A view to kill“ und weiter ging es mit Musik aus „Der mit dem Wolf tanzt“ und die unvergänglichen Kompositionen von Ennio Morricone aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, (leider ohne Mundharmonika) und „Zwei glorreiche Halunken“.

Anspruchsvolle Stücke

In den anspruchsvollen Stücken arbeiteten sich die Bläser von tastend bis stürmisch, bravourös im Bemühen um die neuen Herausforderungen an das Orchester heran. Der Mut wurde von viel Beifall des Publikums über die erkennbar neuen Ansätze belohnt.

Nachwuchs gesucht

„Wir haben uns einmal weg von der traditionellen Blasmusik bewegt dank unseres Dirigenten Hans Oost“ sagte Martina Junk. Natürlich sei der Bekanntheitsgrad der Melodien eine Herausforderung gewesen, die Musikgruppe hätte mit den Noten gekämpft, auch zuhause. Die vielen Proben hätten den Aktiven viel abverlangt, aber nun hätten sie alle Klippen umschifft, merkte sie an und dankte den Musikkollegen. „Wir suchen noch Nachwuchs und hoffen, Interessierte für den Musikverein mit dem heutigen Abend zu gewinnen, sprecht uns an.“

Stürmischer Applaus

Dank sagte auch der stürmische Applaus des Publikums und als Zugabe gab es dann noch den berühmten „River Kwai“-Marsch von Malcolm Arnold als orchestrale Gegenmelodie zu dem gepfiffenen Marsch der Soldaten aus dem Film „Die Brücke am Kwai“ und ein geselliges Beisammensein.

Ein neuer Weg in die Musik wurde erfolgreich beschritten und öffnet Türen für weitere ohne auf das Altbekannte zu verzichten.