Thekentalk der CDU Markt für Mietwohnungen in Wietmarschen „ist leer gefegt“

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Wietmarschen. Für Flüchtlinge, aber auch für Einheimische mit schmalem Geldbeutel ist es derzeit schwierig, in der Gemeinde Wietmarschen eine Wohnung zu finden.

Darauf hat Bürgermeister Manfred Wellen beim öffentlichen Thekentalk der CDU-Ortsverbände Wietmarschen und Schwartenpohl in der Gaststätte Bauschulte verwiesen. „Der Mietwohnungsmarkt ist leer gefegt“, betonte Wellen. Die Kommune habe nicht die Finanzmittel, um diesen anzukurbeln. Die Gemeinde könne allenfalls in Einzelfällen Investoren bitten, bestimmte Personen beim Abschluss von Mietverträgen zu berücksichtigen. Sozialer Wohnungsbau sei Aufgabe des Bundes beziehungsweise des Landes.

„Was müssen wir noch alles ertragen?“

Ausführlich nahmen Wellen und Landrat Friedrich Kethorn auf Bitten von Heinz Bökers, dem Vorsitzenden der CDU Wietmarschen, zu den Themen 380 kV-Höchstspannungsleitung und Gleichstromtrasse A-Nord Stellung. „Was müssen wir noch alles ertragen?“, fragte Bökers. Beide Leitungen sollen über das Gebiet der Gemeinde Wietmarschen führen. Der Landrat betonte, dass als Konsequenz aus der 2011 ausgerufenen Energiewende der Strom von Windkraftanlagen in der Nordsee über Leitungen in den Süden transportiert werden müsse. „Leider ist es nach Darstellung der Firma Amprion offenbar nicht möglich, diese Leitungen entlang der A 31 zu bauen, um die Beeinträchtigungen für die Grafschaft möglichst gering zu halten“, sagte Kethorn.

Vorzugstrasse nahe der Stadt Nordhorn

Die Kommunen in der Grafschaft hätten jetzt die Möglichkeit, im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Verfahrens Bedenken gegen die von Amprion vorgelegte Vorzugstrasse für die Gleichstromtrasse vorzubringen. Der Landrat äußerte sich aber skeptisch, ob Amprion noch von der Vorzugstrasse, die dicht an das Nordhorner Stadtgebiet entlangführt, abweichen wird.

Forderung nach angemessener Entschädigung für Landwirte

Bürgermeister Wellen unterstrich, dass es die Gemeinde lieber sähe, dass die Gleichstromtrasse im östlichen Gemeindegebiet entlang der geplanten Höchstspannungsleitung verlaufen würde statt zwischen den Ortsteilen Lohne und Wietmarschen. In der Diskussion wurde gefordert, dass die Landwirte auf jeden Fall angemessen entschädigt werden.

Auch Breitbandversorgung ein Thema

Zur Sprache kam bei dem Treffen auch das Thema Breitbandversorgung für die Ortsteile Füchtenfeld und Schwartenpohl sowie das alte Dorf Wietmarschen mithilfe eines Sonderprogramms für die Niedergrafschaft. Deutlich wurde, dass trotz der Initiative des Landkreises immer noch einige Haushalte außen vor bleiben – zum Ärger der Betroffenen.

Viele Ausbildungsmöglichkeiten im Ortsteil Wietmarschen

Wellen freute sich hingegen, dass die Wietmarscher Werbegemeinschaft mit einem Flyer auf die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten in dem Ortsteil aufmerksam macht. Vom neu konzipierten Stiftsmuseum verspreche er sich eine weitere Stärkung des Tourismus.

Busverbindungen von und nach Nordhorn verbesserungsbedürftig

Kethorn versprach, sich beim Landkreis für die Schaffung von abendlichen Busverbindungen zwischen dem Ortsteil Wietmarschen und Nordhorn einzusetzen. In puncto Schulbusverkehr wurde beklagt, dass die Schüler wie eh und je äußerst gedrängt transportiert würden, ohne dass Abhilfe geschaffen werde. Keine Chance wurde dem Vorschlag einer Bürgerin eingeräumt, in Anbetracht des gewachsenen Schwerlastverkehrs auf der L 45 eine Ortskernentlastungsstraße für Wietmarschen zu bauen.

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