Mehrere Verletzte 40 Personen an Massenschlägerei in Nordhorn beteiligt

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Ein Großaufgebot an Polizisten musste am Samstagabend die Kontrahenten einer Massenschlägerei in Nordhorn trennen. Foto: Michael GründelEin Großaufgebot an Polizisten musste am Samstagabend die Kontrahenten einer Massenschlägerei in Nordhorn trennen. Foto: Michael Gründel

Nordhorn. Bei einer Massenschlägerei in Nordhorn sind am Samstagabend mehrere Personen, darunter auch zwei Polizeibeamte, verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei wurden die Beamten gegen 20.30 Uhr zu einer Massenschlägerei im Bereich der Bentheimer Straße, Ecke Wehrweg, gerufen. Dort waren Angehörige von zwei ortsansässigen Großfamilien, die aus dem Libanon und dem Irak stammen, aneinandergeraten. Bis zu 40 männliche Personen gingen zwischenzeitlich massiv aufeinander los und verwendeten zum Teil gefährliche Gegenstände wie Messer, Schlagstöcke, Baseballschläger und auch eine Machete.

Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas

Auch nach Eintreffen der ersten Polizeistreifen ließen die Beteiligten nicht voneinander ab, sodass die Beamten Schlagstöcke und Reizgas einsetzen mussten, um die Auseinandersetzung zu beenden und eine weitere Eskalation zu vermeiden. Erst nach Eintreffen weiterer Einsatzkräfte der Bundespolizei, des grenzüberschreitenden Polizeiteams und aus der gesamten Polizeiinspektion konnten die Gruppen getrennt und die Auseinandersetzung beendet werden.

Auslöser der Schlägerei unklar

Der Auslöser der Schlägerei ist derzeit unklar. Die Personalien aller Beteiligten wurden festgestellt. Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere gefährliche Gegenstände, darunter auch eine Machete und mehrere Schlaginstrumente sichergestellt. Eine Schusswaffe, die zuvor auch durch einen der Beteiligten mitgeführt werden sollte, wurde nicht aufgefunden. An einem Auto, das zuvor vermutlich unbefugt in Gebrauch genommen und beschädigt wurde, führten Beamte eine umfangreiche Spurensuche durch.

Mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Verstößen gegen das Waffengesetz und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Eine erste Bilanz ergibt zwei durch das Reizgas leicht verletzte Polizeibeamte. Weiterhin wurden zwei der beteiligten Personen vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt und eine Person mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus in Nordhorn gebracht. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen.

40 Beamte im Einsatz

Um in der Nacht weitere Eskalationen zu verhindern, wurden mehrere Gruppen der Bereitschaftspolizei aus Osnabrück zur Nachaufsicht im Nordhorner Stadtgebiet eingesetzt. Insgesamt waren circa 40 Polizisten an dem Einsatz beteiligt.


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