Veranstaltung zum Frauentag Frauen kämpfen auch in Wietmarschen für ihre Rechte

Von Manfred Münchow

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Wietmarschen. Aus Anlass des Internationalen Weltfrauentages hat es ein buntes Programm mit 250 Besucherinnen in der Mehrzweckhalle in Wietmarschen-Lohne gegeben.

Aus Anlass des Internationalen Weltfrauentages hat es ein buntes Programm mit 250 Besucherinnen in der Mehrzweckhalle in Wietmarschen-Lohne gegeben. Veranstalter waren die Landfrauen, die KFD und die Frauen-Union. Francis Möller von der KFD betonte: „Nur gemeinsam sind wir stark.“

„Frauen müssen sich gemeinsam gegen Missstände wehren“

Das Themenspektrum für Frauenrechte und Gleichberechtigung hatte Francis Möllers in ihren Begrüßungsworten breit abgesteckt: Viele Frauen bekommen nur einen Teilzeitjob, erhalten weniger Geld als ihre männlichen Kollegen und damit später auch weniger Rente. Dagegen stehe ein gehöriger Anteil an Familienarbeit, der in der Regel von Frauen geleistet werde. Gegen diese Missstände müssten die Frauen gemeinsam wehren, sagte Francis Möller. Frauen benötigten mehr Unterstützung bei ihrem „Spagat zwischen Familie und Beruf“.

„Handlungsbedarf an vielen Stellen“

Julia Stegt, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim, erinnerte daran, dass das Wahlrecht für Frauen in Deutschland erst 1918 eingeführt worden ist. „Es wurde den Frauen nicht geschenkt, viele haben dafür gekämpft“, betonte Stegt. Auch aktuell gebe es noch an vielen Stellen Handlungsbedarf. So seien im Landtag mit 28,5 Prozent nicht einmal ein Drittel der Mandate mit Frauen besetzt. Das entspreche bei Weitem nicht dem Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung.

„Frauenanteil im Rat Wietmarschen viel zu niedrig“

Monika Wassermann, Vorsitzende der Grafschafter Kreis-Frauenunion, schlug in die gleiche Kerbe und berichtete, dass aktuell der Frauenanteil im Rat der Gemeinde Wietmarschen bei 25 Prozent liege. „Das ist viel zu wenig. Da muss sich bei der nächsten Wahl etwas ändern“, forderte Wassermann.

1000 Euro für das Frauen- und Kinderschutzhaus in Nordhorn gespendet

Seit 16 Jahren gibt es in Lohne die Veranstaltungen zum Weltfrauentag. Schon traditionell wird mit einer Spende ein guter Zweck unterstützt. In diesem Jahr nahmen Vertreterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen einen Betrag von 1000 Euro für das Frauen- und Kinderschutzhaus in Nordhorn entgegennehmen. Sigrid Rickhoff, Maria Schmitz und Bianca Farwick nutzten die Gelegenheit der Spendenübergabe, um über die Arbeit des Frauenschutzhauses in Nordhorn zu berichten.

Einrichtung zuständig für die ganze Grafschaft

Die Einrichtung besteht seit fast 32 Jahren in der Kreisstadt und ist zuständig für die ganze Grafschaft Bentheim. Im Verlauf der Jahre wurden etwa 1500 Frauen und fast ebenso viele Kinder aufgenommen. Zudem wurden etwa 10000 ambulante Beratungen durchgeführt. Die Statistik vermerkt zudem, dass bereits Frauen aus insgesamt 114 Ländern im Haus wohnten.

Unterhaltung kam nicht zu kurz

Doch neben den ernsten Themen kam bei der Veranstaltung zum Internationalen Weltfrauentag in Lohne auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Auf der Bühne gab es Musik und Tanz.


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