Gewerbe floriert Entwicklungsschub in Wietmarschen durch die A31

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Den Freizeitsee Lohne in der Gemeinde Wietmarschen würde es ohne den Bau der A 31 nicht geben. Foto: Ludger JungeblutDen Freizeitsee Lohne in der Gemeinde Wietmarschen würde es ohne den Bau der A 31 nicht geben. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Die rasante Entwicklung der Gemeinde Wietmarschen hängt laut Ehrenbürgermeister Alfons Eling stark mit dem Bau der A31 zusammen.

„Wenn die Gemeinde Wietmarschen heute eine aufstrebende Gemeinde ist und von einigen auch als ‚Boomtown‘ bezeichnet wird, ist dieses sicherlich in hohem Maße auch eine Folge des Autobahnbaues.“ Das betonte Eling in einem Grußwort anlässlich der Abschlussveranstaltung des Flurbereinigungsverfahrens Lohne – A31.

Elf Überführungen und eine Raststätte

Insbesondere ging Eling auf die Frage ein, was der Bau der Autobahn in einer Länge von zehn Kilometern durch die Gemeinde und die damit zusammenhängende Unternehmensflurbereinigung für die Bürger, für die Landwirte und für die ganze Gemeinde gebracht habe.

Es wurden zwei Anschlussstellen und elf Überführungen von Straßen sowie eine Autobahnraststätte gebaut; ferner insgesamt 20 Bauwerke für Straßenbrücken, Graben- und Wilddurchlässe.

Wirtschaftswege ausgebaut

Begleitend erfolgte der Ausbau des Westringes und des Kreisstraßennetzes sowie der Radwege zwischen Lohne, Nordlohne und Schwartenpohl. Sehr wichtig sei auch der Ausbau des Wirtschaftswegenetzes gewesen.

15 Hektar großer Freizeitsee

Die Sandentnahme für einen Materialbedarf von rund 1,5 Millionen Kubikmeter Sand konnte auf einem Standort mittig in der Gemeinde konzentriert werden. „In der Folgenutzung ist nahezu kostenfrei für die Gemeinde eine tolle Freizeitanlage mit dem 15 Hektar großen Freizeitsee geschaffen worden“, wies Eling auf dieses beeindruckende Projekt hin.

Für die Landwirte gab es keinen Flächenabzug

Wichtig für die Landwirte sei gewesen, dass der sonst übliche Flächenabzug nicht erforderlich geworden sei. Die Gemeinde konnte circa 300 Hektar an Flächen freihändig erwerben und einbringen, sodass weder bei der Flurbereinigung noch für Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes ein Flächenabzug erforderlich war.

Fast 2000 Arbeitsplätze in neuem Gewerbegebiet

„Was wäre aus unserem Gewerbegebiet ohne Autobahn und ohne Flurbereinigung geworden?“ Eling stellte fest, dass sich rings um die Autobahnanschlussstelle an der B213 in den letzten 25 Jahren ein florierendes Gewerbegebiet mit rund 100 Betrieben und nahezu 2000 Arbeitsplätzen entwickelt habe. Den großen Teil des heute verfügbaren Bestandes an Gewerbeflächen habe die Gemeinde zum Teil auch durch Tauschgeschäfte in Verbindung mit der Flurbereinigung erhalten.

Widersprüche allesamt einvernehmlich gelöst

„Wir als Vorstand durften an der erfolgreichen Entwicklung mitarbeiten, fast immer sehr einvernehmlich“, stellte Eling fest und ergänzte: „Gegen den Flurbereinigungsplan eingelegte Widersprüche sind allesamt einvernehmlich gelöst worden, sodass keine einzige Klage beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg anhängig war.“ Und dass sei bei einem derartig großen Flurbereinigungsverfahren längst nicht selbstverständlich.


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