Abschluss gefeiert Flurbereinigung in Wietmarschen-Lohne gilt als Erfolgsmodell

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Wietmarschen. Als „beispielhaftes Erfolgsmodell“ hat Ralf Krummel, Dezernatsleiter des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg das „Flurbereinigungsverfahren Lohne – A 31“ bezeichnet, das jetzt nach 21-jähriger Verfahrensdauer abgeschlossen werden konnte.

Zur Erinnerung wurde jetzt an der Fledderstraße in Lohne im Beisein vieler Gäste ein mächtiger Findling als Gedenkstein enthüllt. Im Rahmen der offiziellen Abschlussveranstaltung in der Gaststätte Kuhl ließen Beteiligte anschließend das Verfahren Revue passieren und unterstrichen die Bedeutung für die Entwicklung der Gemeinde Wietmarschen.

Konstruktive Zusammenarbeit

Für den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft dankte Vorsitzender Bernhard Merschel den beteiligten Behörden für die konstruktive und faire Zusammenarbeit. Dem Vorstand gehörten an: Bernhard Merschel, Martin Merschel, Alfons Eling, Bernhard Altendeitering und Wilhelm Bramme sowie als Stellvertreter Hermann Veltmaat, Alois Greiving, Friedrich Auclair, Alois Brink und Hermann Stover.

„Wir haben etwas Gutes hingekriegt“

Zunächst habe sich so mancher Grundstückseigentürmer gefragt, welche Auswirkungen das Flurbereinigungsverfahren für seinen Betrieb haben würde. Dank der Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Vorstandsmitglied Alfons Eling habe sich schnell ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen allen Beteiligten entwickelt. „Heute können wir sagen: Wir haben etwas Gutes hingekriegt“, sagte Merschel und wies besonders darauf hin, dass bei der Flächenaufteilung Wunschdenken und realistisches Denken gut in Einklang gebracht worden sei: „Alle waren und sind gut zufrieden.“

Lob auch von Bürgermeister Manfred Wellen

Diesen Eindruck bestätigte Bürgermeister Manfred Wellen, der bei Verfahrensbeginn im Jahr 1996 erstmals als Ratsherr in den Rat gewählt worden sei. Er habe den Werdegang somit von Anfang an verfolgt und könne heute sagen: „Wir sind stolz, was das Flurbereinigungsverfahren aus unserer Gemeinde gemacht hat.“ Einzelheiten dazu erläuterte Ehrenbürgermeister Alfons Eling.

381 verschiedene Grundstückseigentümer

„Das Flurbereinigungsverfahren wird angeordnet, um den Landverlust anlässlich des Baues der BAB 31auf einen größeren Kreis von Eigentümern zu verteilen“, zitierte Verfahrenssachbearbeiter Hans Gerdes aus dem Einleitungsbeschluss. Er habe das Flurbereinigungsverfahren vom Anfang bis zum Schluss begleitet. Das Gebiet erstreckt sich über eine Größe von 3288 Hektar mit 381 verschiedenen Grundstückseigentümern.

27 Kilometer Straßen und Wege geschaffen

Zu den Ausbaumaßnahmen zählten unter anderem 27 Kilometer Straßen und Wege, fünf Kilometer Gräben, elf Hektar natürliche Entwicklungsflächen, Gehölzstreifen, Hecken, Wallhecken und Feldgehölze sowie Planinstandsetzungsarbeiten, unter anderem für Überfahrten und Rekultivierungen.

Ausgabenvolumen beträgt 4,1 Millionen Euro

Das Ausgabenvolumen für die Ausbaumaßnahmen des Wege- und Gewässerplanes bezifferte Gerdes mit circa 4,1 Millionen Euro. Die Gemeinde Wietmarschen, der Wasser- und Bodenverband sowie die Straßenbauverwaltung hätten sich an den Kosten beteiligt. Daneben gab es 80 Prozent Zuschüsse von Bund, Land und EU.

Der Kassensturz am Ende des Verfahrens erbrachte einen Überschuss in Höhe von 5 000 Euro. Über diesen Betrag überreichten Vorsitzender Bernhard Merschel und Projektleiter Richard Thale einen Scheck an Alfons Eling für den Ausbau des Matthias-Stiftes in Wietmarschen.

Weitere Berichte aus der Gemeinde Wietmarschen finden Sie unter www.noz.de/lokales/lohne


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