4,8 Hektar Wald müssen weichen Gewerbegebiet Wietmarschen-Lohne wird erweitert

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Für die Erweiterung des Gewerbegebietes A 31 Wietmarschen-Lohne soll ein 4,8 Hektar großer Waldbestand an der Franz-Josef-Straße entfernt werden. Foto: Ludger JungeblutFür die Erweiterung des Gewerbegebietes A 31 Wietmarschen-Lohne soll ein 4,8 Hektar großer Waldbestand an der Franz-Josef-Straße entfernt werden. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Das Gewerbegebiet A 31 Wietmarschen-Lohne wird um weitere zehn Hektar erweitert. Einstimmig fasste der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss in der jüngsten Sitzung den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet A 31 Wietmarschen-Lohne XIV.“

Das Gebiet wird begrenzt von der Franz-Josef-Straße und liegt westlich der A 31. In der Nähe befindet sich die Pferdepension Vortkamp. Nach Darstellung der Verwaltung soll mit den zusätzlichen Flächen das gemeindliche Angebot an attraktiven Gewerbeflächen in unmittelbarer Nähe zur Autobahn erweitert werden. Zu diesem Zweck müssen 4,8 Hektar Wald weichen.

Kein explizites Lärmgutachten für Pferdepension

Laut Bauamtsleiter Jörg Peters handelt es sich bei den Bäumen überwiegend um Nadelholz, das ökologisch nicht besonders wertvoll ist. Diese Einschätzung wurde von Andre Olthoff geteilt. Er regte allerdings an, mit Blick auf die angrenzende Pferdepension und die lärmempfindlichen Tiere besondere Lärmschutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu Peters: „Es wird kein explizites Lärmgutachten für den Pferdehof erstellt, sondern eine schalltechnische Beurteilung für den Gesamtbereich unter Berücksichtigung aller schutzwürdigen Nutzungen im Randbereich.“ Hierzu zähle auch der Pferdehof Vortkamp, der als landwirtschaftlicher Betrieb zu werten sei.

Stellungnahmen der Behörden

Der Bauamtsleiter trug in der Sitzung unter Vorsitz von Dieter Nüsse (CDU) die wichtigsten Aussagen der Träger öffentlicher Belange vor, die im Rahmen des sogenannten Scopingsverfahrens Stellungnahmen zu dem Bauleitverfahren abgegeben hatten.

Antrag auf Waldumwandlung

Nach den Worten von Peters hat die Gemeinde bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Waldumwandlung gestellt. „Sollte dieser noch im Februar genehmigt werden, wird ein erster Teilbereich noch in diesem Winter entfernt. Anderenfalls erfolgt eine Entfernung voraussichtlich im nächsten Winter zusammen mit dem Waldbereich im Westen des Areals.“ In diesem Bereich solle jedoch dann in Abstimmung mit einem eventuellen Investor der Erhalt einiger Laubbäume im Randbereich erwogen werden.

Günstige Lage

Im Gespräch mit unserer Redaktion verwies der stellvertretende Verwaltungschef der Gemeinde und Wirtschaftsförderer Martin Osseforth darauf, dass das Gewerbegebiet vor allem mit seiner günstigen Lage am Schnittpunkt der A 31 mit der B 213 punkten könne.„Durch den direkten Autobahnanschluss ist man schnell im Norden und auch das Ruhrgebiet ist nicht weit.“ Die günstigen Gewerbegrundstücke (zwölf Euro/qm) und der niedrige Gewerbesteuerhebesatz von 325 Prozent seien weitere Gründe für viele Firmen, sich in der Gemeinde Wietmarschen anzusiedeln.

300 Hektar ausgewiesen

Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Wietmarschen sind laut Osseforth insgesamt 300 Hektar als Gewerbegebiet ausgewiesen. Davon sind gut 200 Hektar

bereits erschlossen. Da zurzeit nur noch ca. 2,5 ha erschlossene Gewerbeflächen zum Verkauf bereitstehen, werden bis zum Frühjahr 2018 circa 15 ha Gewerbeflächen erschlossen (Flächen Westhuis, Schwanenborg).

Weitere Berichte aus der Gemeinde Wietmarschen finden Sie unter www.noz.de/lokales/lohne


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